So, ich habe nun eine Lösung oder einen Workaround gefunden, der meist funktioniert.
Ich habe meinen 109 Zielen (Labels), soweit als möglich, echte Adressen zugeordnet (nahe gelegene Häuser oder vorhandene POIs ausgewählt). Bei 17 war das nicht möglich (die sind meist Parkmöglichkeiten auf Forststraßen in Gräben, die als Startpunkte für Bergtouren dienen). Die Lösung liegt in der Vergabe von "Google Plus Codes". Die kannte ich vorher auch nicht, ich habe sie unter den Koordinaten eines angepinnten Punktes gefunden. Siehe dazu z.B. auf Wikipedia .
Die Vorgangsweise erkläre ich nun für einen gesetzten Punkt.
Im ersten Bild habe ich einen solchen in Google Maps (in Safari auf dem Mac) gesetzt (schwarzer Punkt auf der Straße in der Mitte):
Bildschirmfoto 2026-10-28 um 11.42.29.jpg
klickt man dann auf die Koordinaten die unten angezeigt werden (Mauszeiger), erscheint (gegebenenfalls Originalversion anzeigen, damit man alles sieht):
Bildschirmfoto 2026-10-28 um 11.42.43.jpg
dort sieht man den Plus Code (Mauszeiger auf M564...). Klickt man darauf, wird dieser in die Zwischenablage kopiert. Nach Eingabe oder klicken auf die Lupe (suchen) erscheint dieser Code nun als Standort (Zeile, in der der Mauszeiger zu sehen ist und auch weiter unten als Adresse. (Der PIN bleibt dabei dann natürlich am selben Ort).
Bildschirmfoto 2026-10-28 um 11.43.22.jpg
Drückt man dann auf Route, erhält man anschließend in der Zielzeile den Plus Code:
Bildschirmfoto 2026-10-28 um 11.43.42.jpg
Erscheint in der Zielzeile eine richtige Adresse, dann ist das auch in Ordnung, weil Google dann eine Hausadresse o.ä. an diesem Ort gefunden hat.
Statt der Route (für direkte Navigation) kann man auch einen Label vergeben und so den Zielpunkt für später speichern.
Das habe ich für die restlichen 17 Ziele gemacht. Bei 2 hat es nicht funktioniert. Dort konnte ich keinen Label vergeben, bzw. es wurde ohne Plus Code abgespeichert. Dies lag daran, das die Plus Codes (laut Google) global eindeutig sein sollen. Das stimmt aber (zumindest) für die verkürzte Version der Codes (siehe Wikipedia) nicht. In den Beispielbildern ist ein kurzer Code, gefolgt von einem Beistrich und einem Ortsnamen zu sehen. Das war bei meinen beiden Fällen nicht ausreichend. Es musste auch die Postleitzahl (händisch) eingetragen werden, dann konnte ich die Labels abspeichern.
Also alles in allem ein ziemlicher Zirkus, nur weil Google etwas bei der Koordinatenübertragung vergeigt hat. Die Plus Codes interpretiert dann Google als "echte" Adressen. Absurd: zuerst Koordinaten in Plus Codes umwandeln, an das Auto schicken und dort wieder in Koordinaten zurückrechnen.
Meine Labels funktionieren nun, wenn man die Route an das Auto schickt (das habe ich für alle 17 Ziele getestet).
Zusammenfassend meine Empfehlungen:
1) Abgespeicherte eigene Zielpunkte (Labels) im Auto abrufen und dorthin navigieren funktioniert problemlos.
2) Bei der Routenplanung sollte beim Setzen von PINs möglichst ein POI oder eine echte Adresse ausgewählt werden. Dann funktioniert "senden an Auto" ohne Schwierigkeiten.
3) Wird ein PIN in einer adressenlosen Gegend gesetzt und dieser für die Navigation verwendet, oder als Label gespeichert, sollte man den Weg wie oben beschrieben mit Plus Codes einschlagen.
4) Wurde eine Route an das Auto gesendet, wird empfohlen, das Ziel im Auto zu kontrollieren (reinzoomen und mit dem Zielpunkt in Google Maps z.B. auf dem Smartphone vergleichen).
5) Achtung: Stimmt der Zielpunkt nicht überein, wurde dieser durch das "senden an Auto" überschrieben. Man kommt dann nicht mehr zu dem Ziel, auch wenn man dieses im Auto direkt abruft (siehe mein erster Post).