Verbrauch im Winter

  • Hallo,


    Mein Kommentar zu den Messgeräten und Auswertungen:

    Es gibt nicht unbeträchtliche Abweichungen zwischen den Messgeräten bzw. unter den Auswertungen.

    In Verwendung sind bei mir: MyRenault-App mit Direktablesung (da habe ich keine Exportmöglichkeit der Daten gefunden) und die Datenexporte aus der Kelec-App, dem Fronius Wattpilot und aus dem Fronius Solarweb (PV-Anlage). Sowie der Vergleich zwischen dem Smartmeter von Fronius (Datenexport aus Solarweb) und dem offiziellen Smartmeter des Netzbetreibers.


    Hier sind meine Verbrauchsdaten in kWh vom 16.12.2025 bis 2.2.2025 exportiert bzw. angezeigt in:

    Fronius Solarweb. 320,8

    Fronius Wattpilot 314,5

    MyRenault 292,1

    Kelec 297,9


    Meine Erklärungen zu den Unterschieden:

    Die Diskrepanz zwischen den beiden Fronius-Anwendungen ist nicht erklärbar. Da muss ich bei Fronius nachfragen.

    Die Diskrepanz zwischen MyRenault und Kelec ist nicht verständlich.

    Die höheren Werte von Fronius erklären sich zum Teil dadurch, dass beim Vorheizen dies (zumindest manchmal) nicht im Renault aufscheint (es wird ja im Normalfall nicht die Batterie geladen, sondern klimatisiert).

    Unklar ist auch, wo im Auto gemessen wird. Vor oder nach dem AC/DC-Wandler. Oder wird an beiden Punkten gemessen, z.B. für die aktuellen Fahr-Verbrauchswerte?

    Auffällig sind auch die unterschiedlichen Zeitstempel zwischen allen Auswertungen bei einzelnen Ladeereignissen. Dadurch lassen sie sich teilweise schlecht zuordnen. So erhalte ich beispielsweise für den 20.1.2025 in kWh:

    Fronius Solarweb 22,9

    Fronius Wattpilot 20,3

    MyRenault 23,2

    Kelec 23,6


    Zum Unterschied zwischen Fronius Smartmeter und Smartmeter des Netzbetreibers:

    Dort zeigt das Fronius-Smrtmeter einen höheren Verbrauch von 3,1% (2024) bzw. 2,7% (2025) gegenüber jenem des Netzbetreibers an (gut für mich). Das ist normal (laut Aussage von Fronius). Interessant: Das Smartmeter von Fronius weist eine genauere Genauigkeitsklasse auf, als das offizielle. Letzteres ist allerdings geeicht. Aber nicht das Einzelgerät, sondern die Gerätegruppe des Herstellers. Dadurch sind auch die zulässigen Abweichungen nochmals größer als die Eichgrenzen.


    Grüße Gerhard

    Renault R4 150 PS Comfort Range, 52 kWh, Techno

  • Hallo,


    Siehe meine Ausführung zu meinem Post davor.

    Zu meinen Verbrauchswerten:

    Bei meinen weiteren Auswertungen verwende ich nun ausschließlich den Datenexport aus Solarweb, somit die Messwerte aus dem Fronius Smartmeter. Mich interessiert zwar auch der Fahr-Verbrauch, der lag vom Auslieferungstag (11.11.2025) bis Mitte Dezember bei 15,3 kWh/100km, stieg dann an auf 19,8 kWh/100km (es war bei uns recht kalt) und ist jetzt bei 18,4 kWh/100km, aber eher, was kostet mich das Ganze inklusive Vorheizung.


    Meine Fahrweise: Eco, OnePedal, meist Stadt, aber doch auch Autobahn und Landstrassen auf Bergstrecken (Skitour).


    Der Export aus Solarweb ist dahingehend interessant, da zwischen Netzbezug, Bezug von Hausbatterie und PV-Bezug unterschieden wird.

    So habe ich von Anbeginn bis Mitte Dezember 51,2% vom Netz bezogen (der Rest PV und Hausbatterie). Von MItte Dezember bis jetzt 73,3% (es war heuer ungewöhnlich wenig Sonne).

    Der Verbrauch lag bis Mitte Dezember bei 19,0 kWh/100km und danach bis jetzt bei 24,2 kWh/100km (es war - wie gesagt - sehr kalt). Die Daten kommen - wie oben erklärt - aus dem Fronius-Smartmeter und beinhalten immer das Vorheizen.

    Interessant wird dann der Vergleich mit meinem Vorgängerauto (Yeti 4x4 1,6TDI). Verglichen mit dem langjährigen durchschnittlichen Verbrauch von 6,28 lt/100km, dem durchschnittlichen Dieselpreis in letzter Zeit von 1,46 €/lt und dem aktuellen Strompreis (mit Netzkosten) von 26,9 ct/kWh (im Dezember 30,8 ct/kWh) habe ich mir bis dato knapp über € 100,00 Verbrauchskosten erspart.


    Ich denke, ich bin zufrieden, zumal es im Frühjahr noch besser wird.


    Grüße Gerhard

    Renault R4 150 PS Comfort Range, 52 kWh, Techno

  • Definitiv nein: Die Prozent-Anzeige des Ladezustands (SoC) verläuft linear - Beispiel ZOE: Ein Prozent SoC entspricht (beim 52-kWh-Akku) 0,52 kWh. Ich bin sicher, dass das beim R4 nicht anders ist.

    Der Aufwand für eine „definitiv“ lineare Anzeige wäre enorm, weshalb ich es für unwahrscheinlich halte, dass es so ist.


    Die Prozentanzeige ist auch nur eine „Schätzung“, basierend auf einem Messverfahren (simpel via Stromintegration, Spannung, edler mit Kalman-Filter, mutmaßlich im R4 verwendet), das von Temperatur, Alterung und dem Ladezustand abhängige Schätzungen liefert. Keines der Verfahren als solches ist „definitiv“ linear, insbesondere im oberen Ladebereich sind sie eher ungenau. Was durchaus gewollt ist, denn „spannend“ ist ja eher die Aussage, wenn der Strom knapp wird (da sind sie genauer).


    Es kann der Eindruck einer linearen Beziehung zwischen Prozent-Anzeige und Akku-Ladung entstehen, doch das ist keinesfalls eine „definitiv“ belastbare Tatsache. Allein schon deshalb, weil typischerweise die tatssächliche Akkuleistung von der bereitgestellten (→ angezeigten) Energie abweicht, weshalb „angegebene Akkuleistung / 100 = Prozentstrich“ ein eher unerwartbarer Zufall ist.

    Steht schon beim Händler im Hof (hab ihn schon angefasst …!):

    R4 E-TECH Techno 150 Comfort Range + AHK + Getönte Scheiben hinten + Advanced Driving Assist + Winter-Komfort-Paket + El. Heckklappe + Extende d Grip

  • Die EnBW Ladesäulen, die ich bisher besucht habe, zeigen im Display an, wenn sie nicht die volle Leistung liefern können, noch bevor man das Fahrzeug ansteckt.

    👍Danke für den Hinweis, das ist mir bisher entgangen, muss ich mal drauf achten.


    Das hilft ggf. beim „erwartbaren Abschätzen“ einer längeren Ladedauer, wenn es keine alternative Säule gibt.

    Steht schon beim Händler im Hof (hab ihn schon angefasst …!):

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  • Das Smartmeter von Fronius weist eine genauere Genauigkeitsklasse auf,

    … unterschlägt aber den relevanten Eigenverbrauch des Inverters im Leerlauf (8-10 Watt). Zumindest ist das bei mir so.

    Steht schon beim Händler im Hof (hab ihn schon angefasst …!):

    R4 E-TECH Techno 150 Comfort Range + AHK + Getönte Scheiben hinten + Advanced Driving Assist + Winter-Komfort-Paket + El. Heckklappe + Extende d Grip

  • angegebene Akkuleistung / 100 = Prozentstrich“ ein eher unerwartbarer Zufall ist.

    Der "unerwartbare Zufall" jedenfalls funktioniert in meinen inzwischen fünfeinhalb Jahren Erfahrung mit der ZOE hinreichend genau, so dass ich im Alltag die verbrauchte und auch beim Laden zu erwartende Energiemenge gut einschätzen kann. Übrigens hat es den Anschein, dass auch die App (z.B. in der Ladehistorie) mit diesem einfachen Ansatz rechnet, anders ist es jedenfalls nicht zu erklären, dass die angezeigten Daten ziemlich gut mit der Betrachtung nach obigem Ansatz korrelieren.


    Was genau in der Software des Autos passiert, darüber kann man zwar trefflich Mutmaßungen anstellen, aber letztlich bleiben es Mutmaßungen.

    Viele Grüße aus Nordhessen... ☆ ZOE Intens R135 Z.E.50 (07/20)

    Bernhard

    Einmal editiert, zuletzt von Wohliks () aus folgendem Grund: Ergänzung

  • Das wäre mir neu: Eine 11-kW-Wallbox ist lediglich anzeigepflichtig, die kann der akkreditierte Elektroinstallateur montieren und beim Netzbetreiber anmelden - fertig.


    Was genau ist denn in Deinem Fall der Grund für die Verzögerung?

    Lieber Bernhard, ja, es ist der Netzanschluss, der in meine Garage gelegt werden muss. Das wird dauern. Bis dahin hätte ich einen 230V-Adapter in Betrieb - allerdings wurde meine Steckdose >50°C heiß, jetzt muss der Elektriker kommen. Aller Anfang ist bescheiden...

    Grüße aus Kassel,

    Felix

  • „hinreichend genau“ → das passt für mich besser. Zugegeben, ich habe mich am „definitiv“ hochgezogen, was für meinen Geschmack für Lesende den falschen Eindruck vermitteln kann. Egal wie vermeintlich präzise etwas angezeigt wird: Das ist keine Gewähr für Genauigkeit, dafür ist das Messverfahren maßgeblich. Aufgrund gleich mehrerer Parameter (Spannung, Strom, Temperatur, Kapazität, Temperatur …) ist „genau messen“ eine ziemlich komplexe Angelegenheit.


    Weshalb es passieren kann, dass du dein Auto mit dreiviertelvollem Akku abstellst, aber mit halbvollem (dramaturgisch übertrieben) wieder losfährst – oder umgekehrt. Im Vorgängerauto hatte es (für mich) viel mit „Bauchgefühl“ zu tun, das aus diversen Zahlen (Restkilometer, Akkustand, …) ermittelt hat, „was geht“. Bin gespannt, ob das beim R4 weiterhin nötig ist oder – wie du andeutest – tatsächlich „hinreichend genaue“ Aussagen aus den Display-Daten gewonnen werden können. Wär ja schön.

    Steht schon beim Händler im Hof (hab ihn schon angefasst …!):

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  • allerdings wurde meine Steckdose >50°C heiß

    Wenn keine Sicherung fliegt, liegt es (wahrscheinlich) an verschmutzten Steckdosenkontakten (was bei jahrelang un- / gelegentlich benutzten Dosen im Freien/der Garage häufiger vorkommt → Korrosion).


    Wenn du es dir zutraust: Sicherung raus, Steckdose aufschrauben und Kontakte ansehen/säubern („scheuern“). Rückwärts wieder zusammenbauen, Sicherung rein, beobachten.


    Wäre ja blöd, wenn die Bude samt Auto abfackelt, bevor die Wallbox hängt.

    Steht schon beim Händler im Hof (hab ihn schon angefasst …!):

    R4 E-TECH Techno 150 Comfort Range + AHK + Getönte Scheiben hinten + Advanced Driving Assist + Winter-Komfort-Paket + El. Heckklappe + Extende d Grip

  • Weshalb es passieren kann, dass du dein Auto mit dreiviertelvollem Akku abstellst, aber mit halbvollem (dramaturgisch übertrieben) wieder losfährst

    Das ist mir bei der ZOE in über 5 Jahren nicht ein einziges Mal passiert - auch nicht nach 3 Wochen Standzeit. Der maximale "plötzliche Ladungsverlust", den ich mal beobachtet habe, lag bei 2 % nach 3 Wochen. Ob das nun uneingeschränkt auf den R4 übertragbar ist, weiß ich nicht, aber ich würde diesbezüglich gegenüber der Zoe keine Verschlechterung erwarten.

    Viele Grüße aus Nordhessen... ☆ ZOE Intens R135 Z.E.50 (07/20)

    Bernhard

    Einmal editiert, zuletzt von Wohliks ()