Beiträge von humpel

    Ich habe meinen R4 Mitte November bekommen. Da war es noch vergleichsweise warm. Ich habe immer die Verbrauchs/Rekuperationsanzeige eingeschaltet:

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    da sieht man wieviel man gerade verbraucht oder rekuperiert, sowie den Durchschnittsverbrauch (hier 16,7 kWh/100km seit dem letzten Zurücksetzen). Der Verbrauch war im November auch um diesen Wert. Der ist dann später schnell stark angestiegen. Auf etwa max. 22,7 kWh/100km. Da habe ich mich auch gewundert. Was ist da los? Klemmt die mech. Bremse? etc.? Nun, es wurde kälter und der Verbrauch ist plausibel, zumal wir (meine Gattin und ich) dann auch auf den Berg gefahren sind. Jetzt sind wir wieder dort, wie am Anfang.


    Zur Fahrweise:

    Wir fahren immer mit ECO und OnePedal und immer mit dem Geschwindigkeitsbegrenzer eingeschaltet. Dass bedeutet, aber auch, dass wird die maximale Geschwindigkeit (115,km/h) beim Bergfahren nicht immer ausnutzen (anders als beim Tempomat). So z.B. bei der Autobahnfahrt - wir sind nördlich von Graz zuhause - durch den Gleinalmtunnel. Zur Fahrt bis zum Tunnelportal hinauf (420 hm) sind es dann 105 bis 110 km/h. Ebenso bei den Bergfahrten, da wird er nicht getreten. Mein Frau fragt mich: "Warum so langsam, zieht er nicht?". "Schon, aber wir fahren eh 65 km/h, man hört keinen Motor jaulen wie beim Verbrenner im 3. Gang".

    Bei einer Fahrt z.B. auf die Seetaler Alpen, 95 km, kumulativ 1500 hm (kann man in Google Maps im Fahrradmodus ermitteln - geht natürlich nicht auf der Autobahn und im Tunnel, dann muss man stückeln) sind wir oben mit 47% angekommen. Es war sehr kalt, -6° zu Hause und im Aichfeld (Murtal) -12°, oben -2° (Inversion). Die 47% wurden übrigens sehr genau gleich zu Beginn durch die Navi-Planung prognostiziert (zwischendurch sogar 51%). Mit den 47% sollte man nach Hause kommen (es geht ja bergab, hatte schon ähnliche Erfahrung) Ein paar Stunden später, nach der Skitour, war die Anzeige bei 44%. Das ist dann eher knapp. Wie kommt es zu dem Reichweitenabfall? Durch das Bergauffahren wird die Batterie warm und die Reichweite steigt. Nach dem Auskühlen wird dann weniger Reichweite angezeigt. Die Planung nach Hause prognostizierte 12 % (kurz einmal 15%) fiel dann aber ab. Durch den kalten Graben hinunter, knapp vor Judenburg waren es 10% und Google schlug Nachladen bei Leoben vor. Da war mir der Umweg etwas zu groß und ich entschied mich für Spielberg (nur kurze Abfahrt von der Schnellstrasse - das ist dort, wo die F1-Rennstrecke ist. Spielberg wird vom Navi wie der US-Filmemacher ausgesprochen). Mangels nur kurzer Zeit (und niedriger Temperatur) griff die Vorkonditionierung kaum. Wir mussten aber trotz geringer Ladeleistung (etwa 15 kW) dann nur 15 Minuten laden. Wahrscheinlich wären wir ohne Laden nach Hause gekommen, aber ich wollte das nicht ausprobieren: 300 m rauf zum Tunnelportal und dann 8,3 km durch den Tunnel.

    Bei einer ähnlichen Fahrt auf die Seetaler vor ein paar Wochen bei angenehmeren Temperaturen kamen wir mit 30% zu Hause an.


    Ich hatte mir erhofft, dass man im Winter für die Skitourenfahrten ohne Nachladen auskommt. Das geht sich bei großer Kälte und hoch hinauf (notwendig wegen Schneemangel) nicht aus. Aber ich bin dennoch sehr zufrieden, weil es sonst passt.


    Zu OnePedal:

    Wir haben uns gleich am Anfang daran gewöhnt und sind damit sehr zufrieden. Wenn man die oben angesprochene Anzeige beachtet, kann man sie als "Sollenergiegeber" verwenden (ähnlich wie der Sollfahrtgeber beim Segelflug). Wenn man sich bemüht, und die Anzeige auf Null hält (kein Strom geben und nicht rekuperieren) ist man genauso effizient wie im "Segelmodus" (Reku 0). Gut, das ist etwas mühsam, das "genau" zu machen, aber man bekommt eine Gefühl dafür. Ich bin heute mit Reku 0 gefahren (in der Stadt sehr mühsam) auf der Landstrasse rollt man dann schon sehr weit (wie andere geschrieben haben). Die Kunst ist, gerade rechtzeitig den Fuß vom Pedal zu nehmen, damit man die Zielgeschwindigkeit (kann auch 0 sein) am Zielpunkt (rote Ampel, oder Abzweigung) erreicht. Beim OnePedal fahren bleibt man dann eher länger drauf und rekuperiert dann. Das ist sicher weniger effizient. Aber wir schätzen OnePedal schon sehr, weil man nicht zwischen den Pedalen wechseln muss (wir haben uns schnell umgewöhnt) und man nicht beim Stopp auf der Bremse stehen muss (außer man hat Autohold eingeschaltet - aber das finde ich eher ungünstig, darüber habe ich schon gepostet).

    Verwendet man den Tempomat, ist "segeln" eher obsolet, der hält die Geschwindigkeit. Ein weiterer Aspekt ist, das "segeln" eventuell die Leute hinter einem nervt. Insbesondere, wenn man abbiegt und die Abbiegespur dann zwangsläufig langsam erreicht. Man war dann selbst effizient unterwegs, aber die anderen mussten abbremsen und dürfen nun wieder beschleunigen.

    Aber jeder nach seinem Geschmack, wie man besser damit umgeht.


    Zum Geschwindigkeitsbegrenzer:

    Das habe ich am Anfang (Tutorial-Videos geschaut, bevor das Auto kam) für blöd gehalten. Wer braucht das?, Tempomat ist doch besser. Nun, wir haben dass dann aber sehr schnell genutzt und fahren ausschließlich damit. Bei den ersten Fahrten war man gleich einmal zu schnell (kein Motorgeräusch). Dann haben wir den Begrenzer eingeschaltet. Das ist schon bequem, insbesondere in Kombination mit OnePedal. Fuß auf das Pedal und fertig. Muß man langsamer werden (die anderen voraus, fahren langsamer oder der Strassenverlauf lässt es nicht zu) hat man einen deutlichen Vorteil gegenüber dem Tempomat. Diesen muss man abschalten oder mit der Wippe herunterregeln. Ich sehe den Vorteil des Tempomaten nur darin, dass man den Fuß woanders hinstellen kann, aber nicht soll (laut Handbuch).

    Zündungsplus ist mir schon untergekommen. Ich dachte eher daran, dass nach der Begrüßung nicht sofort wieder abgeschaltet wird. Das reicht nicht bis zum Sitz verstellen und anschnallen.

    Khaosprince: „Wenn du einsteigst und nicht den Startknopf drückst geht alles nach wenigen Minuten aus“. Bei mir wird ziemlich schnell abgeschaltet („Um Strom zu sparen…“). Ich habe schon gesucht, ob man das länger einstellen kann. Erfolglos.

    Ich habe heute auch versucht die Abdeckungen abzunehmen um sie zu verkleben. Das ist mir nicht gelungen. Werkzeug will ich keines verwenden. Ich lasse es so. Ich kann mir nur vorstellen, dass sie sich eventuell in der Waschstrasse lösen. Das werde ich beobachten. Ich habe meinen R4 seit Mitte November.

    Da fragt man sich, warum man Abdeckkappen braucht, wenn die Reling von unten verschraubt wird. Da plädiere ich für vollständiges Verkleben mit entsprechendem Kunststoffkleber (wenn nicht ein Kunststoff verwendet wird, der sich nicht verkleben lässt - aber eher nicht).

    Hast du dann auch Warndreieck und Verbandszeug drinnen. Platz wäre noch, oder? Grundsätzlich wäre der Platz ja gut. Das Verbandszeug, bzw. der Inhalt mit Klebeband und Pflaster wird im Sommer dann halt sehr heiß. Das mögen Kleber nicht. Im Fahrgast- oder Kofferraum ist es dann eher kühler.

    Walter,

    ist das jetzt ein 22kW- oder 11kW-Kabel? Was hast du da noch eingepackt? Wenn ich zu neugierig bin, dann lass es bitte.

    Habe ich auch hin und wieder. Spielt nicht mehr wenn man auf stopp und dann auf start drückt. Man muss einen Senderwechsel am Bildschirm machen und dann wieder zurückschalten. Der Bildschirm wird dabei manchmal abgedunkelt. Man muss dann alles mögliche drücken, damit er wieder hell wird, oder Motor aus und einschalten.


    Hast du das Problem noch? Oder konntest du es lösen? Wenn ja wie?