Verbrauch ohne Autobahn

  • Intention ist: Einfach mal ne Weile mit ReKu NULL fahren (roolen und mech. bremsen) und dann Stufe 1 - OPD im Vergleich.

    Möglichst mit vergleichbarem Wetter, Strecken und Fahrstil.

    Immer alles schön notieren und dann mal vergleichen, ob / wie hoch die wieder eingebremste Leistung sich bemerkbar macht.

  • ReKu NULL fahren (roolen und mech. bremsen)

    Wie willst du das machen? Du hast doch weiter vorne geschrieben dass dir aus beruflichem Hintergrund sehr wohl bekannt ist wie das funktioniert. Dann müsstest du doch eigentlich wissen dass der elektronische Bremskraftverstärker immer erstmal Reku aktiviert wenn das Pedal getreten bevor irgendwann die mechanische Bremse dazu kommt. In jeder eingestellten Rekustufe.

    Wie willst du das verhindern für deinen Versuch?

  • Man sieht auf der Verbrauchsanzeige wie viel Energie beim Rollen und/oder Bremsen zurückgewonnen wird.

    Zumindest ist das beim Spring so. Bei nur einer Reku-stufe.

    Grüße aus dem Havelland 🇩🇪

    R4-Evolution Interessent . . . :)


    Ex-2012 Duster Fahrer, jetzt 2022 Spring mit 24000km . . .

  • Reku null über die Paddel ist das einfachste. Wenn du da das Fahrpedal los lässt rollt er einfach und geht erst mit Bremspedal in die Reku.

    Alternativ kannst du dir in der Mitte vom Display diese Balkenanzeige einblenden

    PXL_20260323_070119277~2.jpg

    Wenn du das Fahrpedal dann so stellst dass da dann kein Balken zu sehen ist segelst du auch, musst aber halt mit dem Pedal arbeiten.

  • Seattle217

    In der Stufe „N“ gibt es auch beim Bremsen mit dem Pedal keine Reku. Das geht dann alles in die mechanische Bremse. Der elektrische Motor, der den R4 beschleunigt und bremst, ist dann abgekoppelt.

    Der einzige imho sinnvolle Anwendungsfall dazu ist der, wenn man verrostete Bremsscheiben freibremsen möchte (Autobahnausfahrt auf „N“ schalten, runterbremsen, und dann wieder nach „D“).

    Alles andere macht man mit eingelegtem Gang, d.h. in „D“ ( oder „R“). In der tiefsten Stufe rollt der R4 frei, bis man auf die Bremse tritt. Diese Bremsung erfolgt dann aber aber elektrisch mittels Rekuperation. Nur wenn die elektrische Bremse nicht reichen würde, kommt die mechanische Bremse dazu, um die zusätzlich benötigte Bremskraft zu liefern. In der nächsthöheren Stufe bremst der R4 ein wenig elektrisch, wenn man vom Gaspedal geht. In Stufe drei bremst er ein bisschen stärker, und in Stufe 4 bremst er bis zum Stillstand (OPD). In allen Rekuperationsstufen kannst du aber mittels Gaspedal die Geschwindigkeit angenehm kontrollieren.

    Ich persönlich fahre im Flachland normalerweise mit der tiefsten Rekuperation und in den Bergen mit hoher bis höchster Rekuperation. Das bremst dann schön elektrisch in die Kurven, ohne dauernd vom Gas auf die Bremse wechseln zu müssen. Das Bremspedal wird nur benötigt, falls ich doch etwas stärker bremsen muss. Ist vom Gefühl her ein wenig, wie runterschalten beim Verbrenner.

    🇨🇭 R4 E-Tech Iconic 110 kW/150 PS Comfort Range (52 kWh) Vert Hauts de France

  • Danke euch ich werde weiter testen. Ich hatte bisher das Gefühl das ich in der geringsten Stufe an den Stellen wo mein Verbrenner früher gesegelt ist trotzdem ganz geringe Bremswirkung hatte und dadurch schneller „langsamer“ wurde. Konnte das aufgrund von Autos hinter mir noch nicht abschließend testen leider. Ich probiere weiter

  • Ich habe meinen R4 Mitte November bekommen. Da war es noch vergleichsweise warm. Ich habe immer die Verbrauchs/Rekuperationsanzeige eingeschaltet:

    IMG_0177.jpg

    da sieht man wieviel man gerade verbraucht oder rekuperiert, sowie den Durchschnittsverbrauch (hier 16,7 kWh/100km seit dem letzten Zurücksetzen). Der Verbrauch war im November auch um diesen Wert. Der ist dann später schnell stark angestiegen. Auf etwa max. 22,7 kWh/100km. Da habe ich mich auch gewundert. Was ist da los? Klemmt die mech. Bremse? etc.? Nun, es wurde kälter und der Verbrauch ist plausibel, zumal wir (meine Gattin und ich) dann auch auf den Berg gefahren sind. Jetzt sind wir wieder dort, wie am Anfang.


    Zur Fahrweise:

    Wir fahren immer mit ECO und OnePedal und immer mit dem Geschwindigkeitsbegrenzer eingeschaltet. Dass bedeutet, aber auch, dass wird die maximale Geschwindigkeit (115,km/h) beim Bergfahren nicht immer ausnutzen (anders als beim Tempomat). So z.B. bei der Autobahnfahrt - wir sind nördlich von Graz zuhause - durch den Gleinalmtunnel. Zur Fahrt bis zum Tunnelportal hinauf (420 hm) sind es dann 105 bis 110 km/h. Ebenso bei den Bergfahrten, da wird er nicht getreten. Mein Frau fragt mich: "Warum so langsam, zieht er nicht?". "Schon, aber wir fahren eh 65 km/h, man hört keinen Motor jaulen wie beim Verbrenner im 3. Gang".

    Bei einer Fahrt z.B. auf die Seetaler Alpen, 95 km, kumulativ 1500 hm (kann man in Google Maps im Fahrradmodus ermitteln - geht natürlich nicht auf der Autobahn und im Tunnel, dann muss man stückeln) sind wir oben mit 47% angekommen. Es war sehr kalt, -6° zu Hause und im Aichfeld (Murtal) -12°, oben -2° (Inversion). Die 47% wurden übrigens sehr genau gleich zu Beginn durch die Navi-Planung prognostiziert (zwischendurch sogar 51%). Mit den 47% sollte man nach Hause kommen (es geht ja bergab, hatte schon ähnliche Erfahrung) Ein paar Stunden später, nach der Skitour, war die Anzeige bei 44%. Das ist dann eher knapp. Wie kommt es zu dem Reichweitenabfall? Durch das Bergauffahren wird die Batterie warm und die Reichweite steigt. Nach dem Auskühlen wird dann weniger Reichweite angezeigt. Die Planung nach Hause prognostizierte 12 % (kurz einmal 15%) fiel dann aber ab. Durch den kalten Graben hinunter, knapp vor Judenburg waren es 10% und Google schlug Nachladen bei Leoben vor. Da war mir der Umweg etwas zu groß und ich entschied mich für Spielberg (nur kurze Abfahrt von der Schnellstrasse - das ist dort, wo die F1-Rennstrecke ist. Spielberg wird vom Navi wie der US-Filmemacher ausgesprochen). Mangels nur kurzer Zeit (und niedriger Temperatur) griff die Vorkonditionierung kaum. Wir mussten aber trotz geringer Ladeleistung (etwa 15 kW) dann nur 15 Minuten laden. Wahrscheinlich wären wir ohne Laden nach Hause gekommen, aber ich wollte das nicht ausprobieren: 300 m rauf zum Tunnelportal und dann 8,3 km durch den Tunnel.

    Bei einer ähnlichen Fahrt auf die Seetaler vor ein paar Wochen bei angenehmeren Temperaturen kamen wir mit 30% zu Hause an.


    Ich hatte mir erhofft, dass man im Winter für die Skitourenfahrten ohne Nachladen auskommt. Das geht sich bei großer Kälte und hoch hinauf (notwendig wegen Schneemangel) nicht aus. Aber ich bin dennoch sehr zufrieden, weil es sonst passt.


    Zu OnePedal:

    Wir haben uns gleich am Anfang daran gewöhnt und sind damit sehr zufrieden. Wenn man die oben angesprochene Anzeige beachtet, kann man sie als "Sollenergiegeber" verwenden (ähnlich wie der Sollfahrtgeber beim Segelflug). Wenn man sich bemüht, und die Anzeige auf Null hält (kein Strom geben und nicht rekuperieren) ist man genauso effizient wie im "Segelmodus" (Reku 0). Gut, das ist etwas mühsam, das "genau" zu machen, aber man bekommt eine Gefühl dafür. Ich bin heute mit Reku 0 gefahren (in der Stadt sehr mühsam) auf der Landstrasse rollt man dann schon sehr weit (wie andere geschrieben haben). Die Kunst ist, gerade rechtzeitig den Fuß vom Pedal zu nehmen, damit man die Zielgeschwindigkeit (kann auch 0 sein) am Zielpunkt (rote Ampel, oder Abzweigung) erreicht. Beim OnePedal fahren bleibt man dann eher länger drauf und rekuperiert dann. Das ist sicher weniger effizient. Aber wir schätzen OnePedal schon sehr, weil man nicht zwischen den Pedalen wechseln muss (wir haben uns schnell umgewöhnt) und man nicht beim Stopp auf der Bremse stehen muss (außer man hat Autohold eingeschaltet - aber das finde ich eher ungünstig, darüber habe ich schon gepostet).

    Verwendet man den Tempomat, ist "segeln" eher obsolet, der hält die Geschwindigkeit. Ein weiterer Aspekt ist, das "segeln" eventuell die Leute hinter einem nervt. Insbesondere, wenn man abbiegt und die Abbiegespur dann zwangsläufig langsam erreicht. Man war dann selbst effizient unterwegs, aber die anderen mussten abbremsen und dürfen nun wieder beschleunigen.

    Aber jeder nach seinem Geschmack, wie man besser damit umgeht.


    Zum Geschwindigkeitsbegrenzer:

    Das habe ich am Anfang (Tutorial-Videos geschaut, bevor das Auto kam) für blöd gehalten. Wer braucht das?, Tempomat ist doch besser. Nun, wir haben dass dann aber sehr schnell genutzt und fahren ausschließlich damit. Bei den ersten Fahrten war man gleich einmal zu schnell (kein Motorgeräusch). Dann haben wir den Begrenzer eingeschaltet. Das ist schon bequem, insbesondere in Kombination mit OnePedal. Fuß auf das Pedal und fertig. Muß man langsamer werden (die anderen voraus, fahren langsamer oder der Strassenverlauf lässt es nicht zu) hat man einen deutlichen Vorteil gegenüber dem Tempomat. Diesen muss man abschalten oder mit der Wippe herunterregeln. Ich sehe den Vorteil des Tempomaten nur darin, dass man den Fuß woanders hinstellen kann, aber nicht soll (laut Handbuch).