Beiträge von Khaosprince

    Falls da Unklarheiten zu den Abkürzungen bestehen:


    SOC, State of Charge, ist der Ladestand der zu dem Zeitpunkt verfügbaren maximal Kapazität. Bei uns im Neuzustand 52kwh.


    SOH, State Of Health, beschreibt diese maximal verfügbare Kapazität, wobei 100% dem Auslieferungszustand entspricht. Der Wert stammt aus einer Langzeitberechnung des Batteriemanagements, da fallen Temperaturen nicht ins Gewicht.

    Degradation ist aber nicht linear. Wenn ich es richtig im Kopf habe ist sie Anfangs etwas stärker, pegelt sich dann ein und jenseits der 70% nimmt sie dann deutlich zu. Einer der Gründe weshalb man einen Fahrzeugakku bei 70% als "verschlossen" ansieht.


    Du hast schon sehr viel Spaß an Datenauswertung, oder? Ich denke wenn du die Stützstellen mehr so alle halbe Jahr oder 5-10tkm setzt dürfte es halbwegs interpretierbar sein.

    Was mir bei den ganzen Angaben etwas fehlt ist die Akkutemperatur. Es macht halt einen deutlichen Unterschied ob das Auto vorher bei 10° in einer (Tief)Garage stand oder bei um die 0° die ganze Nacht draußen. Wo ist eigentlich die OBD-Dose? Dann könnte man da mal ein paar Daten raus ziehen.


    Noch zwei Worte zum Thema vorkonditionieren: Wenn der Akku wirklich durchgekühlt ist wird man, mit aktiver Routenplanung zum Lader, schon eine ganze Zeit rumfahren müssen bis das mal einen deutlichen Effekt hat. Das wird auf jeden Fall auch nochmal einiges an Strom kosten. Man muss schließlich einen (geschätzt)

    4-500kg Klotz um 15-20° hoch heizen. Das geht nicht von jetzt auf gleich und wird auch ein unteres SOC Limit haben bei dem das aktiviert wird.

    Steht dazu eigentlich in der Anleitung irgendwo was drin? Hab jetzt beide mal durchgescrollt, aber ausser das der Ladevorgang bei Kälte länger dauern kann finde ich nichts.

    Mit 39% SoC kann man schon an die Säule fahren

    und bei Plustemperaturen "mehr" erwarten,

    zumindest im Laufe der Zeit / siehe Kurve.

    Naja, wenn ich mich da an die eine Weihnachtsrückfahrt mit dem Kona erinnere, das war da nicht weit von weg. Da stand das Auto bei deutlichen Minustemperaturen (schätze um -5°) die Nacht über bei meiner Schwester vor der Tür. ich bin dann noch ca. 100km Autobahn gerollt bis ich Laden musste (der hatte keine echte Vorkondtionierung). Da kamen dann auch erstmal für einige Zeit nur 15-20kW in den Akku und irgendwann zum Schluss hat er sich mal zu 45 oder so "aufgeschwungen". Kälte erhöht gewaltig den Innenwiderstand und macht den Elektrolyt sehr reaktionsträge. und wenn dann, wie bei uns, nur wenige Zellen mit wenig Strom befüllt werden können kommt da in Summe nicht viel bei raus, Vor allem wenn dann noch jemand eher konservativ da ran geht.

    Wahrscheinlich mache ich etwas falsch, aber ich habe folgenden Eindruck: Mal geht der Wagen vor z.B. einer Ortschaft oder einem Kreisverkehr vorausschauend vom Gas (meist zu vorausschauend, d.h. er schleicht regelrecht auf Ortsschild bzw. Kreisverkehr zu), mal brettert er ohne jede Geschwindigkeitsreduzierung in den Ort rein. Wohlgemerkt bei der gleichen Fahrt, ohne dass ich irgendeine Einstellung verändere. Auf reduzierende Tempobegrenzung fährt er immer zu, ohne vom Gas zu gehen.


    Dann auch unerklärliches Beschleunigen: Ich fahre in der 50er-Zone mit Abstandtempomat 50, es geht über in eine 30er Zone, ich quittiere die Schildererkennung und der Wagen beschleunigt, statt zu verlangsamen. Jetzt schon zweimal erlebt.

    Die frage ist: was zeigt dabei das Display? Teilweise nimmt er lieber die Daten aus Google Maps als das Schild zu lesen dass da steht. Bin auch schon mit 100 durch ne Baustellenbegrenzung gescheppert weil er meinte da wäre kein Schild.
    Hattest Du automatisch Geschwindigkeitsübernahme aktiv. Das schalttest Du über langen Druck auf die Übernahmetaste an und aus, da erscheint dann ein kleines [A] neben dem Schildersymbol. Da wird auch angezeigt ob er einen Kreisel erkannt hat.

    Was meiner gerne macht ist, ohne dass ich was drücke, nach einer Standzeit ein anderes Assistenzprogramm einzuschalten. Ich hab normalerweise immer alles an. Bin aber auch schon öfter mit nur Tempomat oder alles aus aus der Garage gefahren.

    Und ein bisschen OT: Gestern bei extrem schlechtem Wetter (Dunkelheit, Graupelschauer) auf der Landstrasse ständiges ON/OFF/ON/OFF des Spurhalteassistenten. Mir ist klar, dass die Assistenzsysteme bei extrem schlechten Sichtverhältnissen vielleicht ähnliche Sichtprobleme haben, wie ich, aber was soll das ständige AN/AUS, warum dann nicht dauerhaftes AUS mit dem Hinweis, dass bei diesen Sichtverhältnissen der Spurhalteassistent schlicht nicht funkioniert?


    Meine Frau und ich fragten uns, wie autonomes Fahren bei solchen Verhältnissen überhaupt zuverlässig und halbwegs sicher funktionieren soll...

    Das ist ja der Hauptgrund weshalb das Full Self Driving Konzept mit Vision Only von Tesla so argwöhnisch beäugt wird. Das funktioniert in sunny California sicher ganz gut, aber hier geht halt doch mal schnell die Sicht aus. Deshalb haben alle anderen noch ein größeres Sensor Array aus Lidar, Radar und Ultraschall an Bord um da mehr Informationen zusammenführen zu können.

    Das steht auch im R4 Handbuch, Seite 159. Aber wenn es so einfach wäre, wäre das Auto von Reno vermutlich nicht das zweite Mal für länger in der Werkstatt.

    Er hat ja keine, im Handbuch erwähnte, Warnlampe und auch keine entsprechende Meldung. Dann wird der dahinter liegende Anlernvorgang auch nicht aktiv sein.

    Sorry, hab vergessen dass die meisten hier vermutlich wenig in Meme/Internetkultur bewandert sind.

    Heißt so viel wie: so genau kann ich auch nicht sagen, im Zweifel alles.