Beiträge von Klaus

    Werte Forums Gemeinde,

    Heute wollte ich nur noch meinen Beitrag hier zum Fahren mit Anhänger (Post # 117) ergänzen.


    Vorgestern wieder eine Anhänger-Fahrt gemacht. Es war, wie im anderen Post beschrieben, eine 'Wohltat', dass die Anhängerkupplung so einfach zu montieren ging. Im Gegensatz zu der Anhängerkupplung beim eMegane, die vertikal einzuschieben war. Da wusste ich nie, ob es mit einem Schwung klappt, oder es eine bis zu einer Stunde dauerte, weil das Ding einfach nicht einrasten wollte :rolleyes: .



    Dieses Mal hatte ich darauf geachtet, wie es sich mit dem tote-Winkel Warner der Rückspiegel verhält.
    Es gab bei mir keine Hinweise auf dem Display dazu. Also bin ich extra Autobahn gefahren, um mich überholen zu lassen. Die tote-Winkel-Warner Funktion ist bei mir mit Anhängerbetrieb außer Funktion gewesen.
    D.h. kein Aufleuchten des gelb-orangen Punktes im Rückspiegel, wenn ein Auto überholt und auch keine Verhinderung der Lenkbewegung, wenn ich ein minimales Ausscheren simulierte beim überholt werden.


    So sehen die Warnhinweise aus auf dem Fahrerdisplay beim Fahren mit dem Anhänger:


    2026_04_26_bei_AnhängerFahrer_Display_.jpg


    Angezeigt wird Anhänger-bedingt die Warnmeldung 'Anhänger: Heckradar nicht verfügbar' und das gelbe Warn-Icon, dass die 'Warnung beim Spurwechsel' als inaktiviert angibt.


    Quasi als P.S. , weil es in obigen Posts dieses Threads besprochen wurde: wir haben eigentlich nur einen kleinen Anhänger mit Gittern. Aber stets im Innenraum Rückspiegel und fast immer in den Außen-Rückspiegeln, ist die Gitterumrandung sichtbar. D. h. unser Anhänger ist immer im Hinterkopf 8) beim Fahren. Jeder Blick in die Rückspiegel erinnert daran.


    Was mich weiter sehr freut, ist die Tatsache, dass das Fahren mit Anhänger - auch voll beladen, wir haben z. B. vorgestern 500 kg Schotter für ein Zufahrt transportiert - so unkompliziert ist. Wenn man normal fährt, merkt man den Unterschied zum Fahren ohne Anhänger kaum. Auch nicht beim Bremsen.


    2026_04_26_Anhänger.jpg



    Allen Forums Usern stets gute Fahrt, egal ob mit oder ohne Anhänger :) .


    VG aus Sverige,

    Klaus

    Hoffe, ich darf meinen Post in diesem Thread posten. Es geht um das Lenkrad unserer Renault 4 E-Tech - wie es gehalten und gedreht wird 8) .


    Hand aufs Herz - wie lenkt Ihr den Renault 4 E-Tech ?

    Ich bin darauf durch meine Unwissenheit gestoßen. Muss mich dabei auch outen als häufiger Lenkradheizungs-Nutzer. In den letzten Monaten, wo es hier recht kalt war, mochte ich das erwärmte Lenkrad sehr gut leiden :love: .


    Was mich wunderte, das Lenkrad wurde nicht an allen Stellen gleichmäßig warm. Das Lenkrad finde ich eigentlich recht schick. Nur warum gibt es die zwei hässlichen nach innen ragenden Knubbel in der Mitte des Lenkrades ?


    2026_04_02_Lenkrad.jpg  2026_04_02_Lenkrad_III.jpg


    Ich habe dann ein wenig gegoogelt und fand jedenfalls aus meiner Sicht eine Internet-Perle. Ein Video übers Lenken von einem Auto-Motor-Sport Redakteur, das für mich ein Augenöffner wurde.

    Natürlich kann es sein, für die Profis von Euch Forumsmitgliedern ist das alter Tobak ^^

    Link zum Video über richtiges Lenken (Sieben Todsünden)
    (Habe natürlich volles Verständnis, wenn Einige von Euch ein 20 minütiges Video eine Zumutung finden, in einer Zeit, wo Handy-Nutzer schon nach etwa 8 Sekunden im Durchschnitt zum Umschalten neigen, wenn nicht sofort gefesselt vom Thema ;) ).


    Ich fahre schon seit einigen Tagen Autos mit meinem Führerschein in der Tasche, als der Liter Benzin noch 80 Pfennige kostete.
    Und dachte immer, ich könne - zwar vielleicht etwas zu lässig - aber insgesamt doch ganz gut lenken.
    Auch im fortgeschrittenen Alter kann man ja noch dazu lernen. Bei mir getriggert über den Lenkrad Daumenknubbel unseres Renault 4 Lenkrades.

    Muss zugeben, ich wusste nicht, welchen Einfluss die Lenkrad-Handhaltung auf potentielle Handverletzungen haben kann, z.B. beim Auslösen eines Airbag (der hoffentlich bei keinem von uns jemals eintritt).

    Das nur die richtige Handhaltung so oft, wie möglich, eine exakte Lenkbewegung in Notsituationen, z.B. beim Ausweichen von Hindernissen garantiert.


    2026_04_02_Lenkrad_II.jpg



    Jedenfalls, meine Frau findet es ziemlich gut ("Hab schon immer gesagt, nimm beide Hände ans Lenkrad"), dass ich nun seit ca. zwei Wochen in etwa so fahre.
    Ich hab mich jetzt dran gewöhnt und finde es auch irgend wie cool (und nicht mehr so 'Oma-haft' wie zuvor).


    VG aus Sverige,

    Klaus



    P.S.:
    Als Schmankerl am Schluss, um das Platzieren meines Posts in diesem Thread zu rechtfertigen:

    • So ungefähr seit 3 oder 4 Wochen fiel mir auf - da bin ich leider ziemlich eigen und hab einen Blick dafür - dass das Lenkrad beim schnurgeraden Geradeauslauf nicht mehr 100.000 % :love: in der Waage scheint und SCHIEF ist || .
    • Es sind vielleicht nur wenige Grad (sicher <5 Grad), aber ich merke es. Weniger, wenn das Auto selbst lenkt , in kurzen Selbstfahr-Momenten. Jedoch, sicher, wenn ich selbst lenke.
    • Das Auto zieht aber nicht zu einer Seite.
    • Ob das mit dem Nullstellwinkel oder einem Spiel zusammenhängt, bevor sich etwas tut im Lenkeinschlag, oder mit der Empfindlichkeitseinstellung im Fahrmenü des Displays, vermag ich nicht zu sagen.
    • Witziger Weise scheint es subjektiv weniger zu sein mit meiner neuen Handhaltung beim Fahren, gegenüber meinem vorhergehenden Einhandgriff 8).
    • Aber es es keinesfalls so schlimm wie bei teilweise bei unseren vorhergehenden Renaults, z.B. einem frühen Twingo-Modell, wo sich nichts einstellen lies bei einem absolut "windschiefen" Lenkrad.


    Bitte noch um Entschuldigung für den vor-vorherigen Post # 116 der nur einen 'Punkt' enthält.
    Es handelt sich um ein großes Malheur :) .

    Ich tat, was man nicht tun sollte und schrieb den obigen längeren Post hier im System, anstatt den Text woanders vorzuschreiben.
    So kam was kommen musste, der Beitrag war noch in roher Fassung ohne Ende.
    Aber ein Krabbel-Insekt schlich über meinen Bildschirm und verdeckte Text.
    Ich versuchte es dann vom Bildschirm zu entfernen.

    Leider ^^ habe ich einen sehr sensitiven interaktiven Bildschirm und ich landete ungewollt mit dem Finger auf dem Sende-Knopf.
    Es gelang mir gerade noch alles zu Löschen und die Zwischenablage zu kopieren.
    Ich glaube dabei hatte ich einen nicht messbaren Blutdruck :love:.

    Nehme gerne Hilfe an, ob man einen Beitrag der nur einen Punkt enthält - Post # 116 - löschen kann.


    VG aus Sverige, Klaus


    P.S.:


    Oute mich noch als inkompetenter Anhänger Rückwärts-Rangierer pasted-from-clipboard.png .


    Zu Hause angekommen nach der Abfallentsorgung, dauerte das Auffahrt Rangieren so elend lange, bis der hilfsbereite Nachbar es nicht mehr Mitansehen konnte. Er bot seine Hilfe an, den abgekoppelten Anhänger händisch zu bugsieren. pasted-from-clipboard.png pasted-from-clipboard.png.


    Ich gäbe vieles dafür, besser zu verstehen, wie die blauen Linien in der Rückfahrkamera mir helfen könnten, ein eleganter Rückwärts-Rangierer zu werden.


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    Erster Einsatz meiner 'originalen' Renault 4 E-Tech Anhängerkupplung

    Werte Forumsmitglieder,


    Wollte Euch mitnehmen auf Erfahrungsreise.

    Wieder gilt: im AHK Thread sind alle Facetten ausgebreitet - nur noch nicht von jedem Schreiberling ;).


    Bei der Anhängerkupplung schwingt viel Herzblut <3 mit:

    • Leidvolle Erfahrung der letzten Jahre mit erfolglosen Anbringungsversuchen der senkrecht zu montierenden Anhängerkupplungen an zwei Leasing Renault Fahrzeugen;
    • Hoffnung, es würde beim Renault 4 E-Tech mit der fast horizontal einzusteckenden Anhängerkupplung verbessert sein.

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    Exkurs

    AHK Erfahrung - hybrid Captur (EZ 3/2021), eMegane (EZ 12/2023)


    Die Anhängerkupplungen waren bei Auslieferung installiert.

    Beim zweiten Leasing Wagen wurde mir bewusst, es war eigentlich kein "richtiges" Renault Produkt. Die Händler vor Ort, die Renault Fahrzeuge an die Kunden übergaben, hatten die AHKs nach Autoproduktion angebaut.


    Das funktionierende Anbringen der Anhängerkupplung scheint abhängig von der Zulieferer Firma und dem mechanischem Aufbau. Bei beiden Leasing Wagen waren es senkrecht zu montierende AHKs der Fa. Westfalia.


    Mein Fazit nach frustrierenden Anbringungsversuchen:

    • Nur wenn die Anhängerkupplung Millimeter genau auf die Aussparung des Anhängebocks aufgesetzt werden konnte, gelang es die 'Kugellager' einrasten zu lassen.
      Leider rostete dieser Bereich leicht, obwohl es für Nichtbetrieb einen Plastikschutz gab.
      War die Fläche nicht absolut glatt geschmirgelt, half auch nicht, die beweglichen Teile des Anhängerkupplungsteils zu ölen oder einzufetten.

      Video einer Aussparung des Anhänge Bock, so wie es beim hybrid Captur und eMegane (ab 4:40 min).
    • Die AHK hatte die Besonderheit, dass man die Schlüssel nur abziehen konnte, wenn die Anhängerkupplung korrekt montiert und abgeschlossen war. Ein abgezogener Schlüssel war die Versicherung der Anhängerkupplungs-Fixierung.

      Anhängerkupplung.jpg
    • Einiges musste ich als Lehrgeld bezahlen:
      Ich hatte das Kunststoff-Drehrad beschädigt, bei frustranen Anbringe-Versuchen.
      Weil es nicht gelang, die Anhängerkupplung zu montieren, versuchte ich die Schlüssel abzuziehen. Es ging nicht per Hand. Schließlich hatte ich mit einer Zange den Schlüssel so malträtiert, dass er abbrach.
      Die ganze Anhängerkupplung wurde teuer ersetzt :rolleyes: .

      Video über Risiken bei der Westfalia AHK (wenn nicht abgeschlossen)


    Natürlich kann ich Pech gehabt oder mich ungeschickt angestellt haben.

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    Die abnehmbare Anhänger-Kupplung an meinem Renault 4 E-Tech:

    • Kosten:
      Laut Kaufvertrag unseres Renault war die Anhängerkupplung inkl. Montage ausgewiesen für umgerechnet ca. 1.190 Euro.
    • Die Anhängerkupplung war bei Auslieferung Ende November 2025 nicht installiert.
      Wir drängten auf Installation bei Lieferung der Teile. Ich fürchtete, es könnte in Vergessenheit geraten oder von der Prioritätenliste des Autohauses verschwinden.
    • Installation:
      Dezember 2025 wurde die Anhängerkupplung eingebaut.
      Die KFZ Techniker meinten, es wäre ein größerer Eingriff mit veranschlagter 4 Stunden für zwei Leute. Die elektronischen Arbeiten könnten länger dauern.

      Bei Abholung des Wagens war die Anhängerkupplung montiert .
      Ich konnte sie noch auf dem Parkplatz des Autohauses abnehmen, ohne den Aufbau des Teils zu verstehen:/Die Aufnahme des Anhänge Bock war ungeschützt.
      Dachte, es könnte genauso verrosten, wie die Aussparung bei der Westfalia AHK.

      Die AHK am Renault 4 E-Tech war von der Fa. Brink. Es gab eine Kunststoffabdeckung für den Anhängebock, wenn die Anhängerkupplung nicht eingesteckt war.

      Abdeckkappe_Anhängerkupplung.jpg


      Vermutlich war sie bei der Montage verbummelt oder die Techniker hielten das Teil für ein Element der Verpackung :love:. Nach einigen Wochen konnte ich es nachbestellen.


    Der erste Einsatz der Brink Anhängerkupplung :

    Wir wollten mit unserem ungebremsten Anhänger (Fa. Fogelsta, max. Gewicht 600 kg) Abfälle zur schwedischen Entsorgungsstelle (Återvinningsstation) bringen.

    Mein Plan war:

    1. mich vertraut machen mit der wiederholbaren Anbringung der Anhängerkupplung;
    2. Warnhinweise auf dem Fahrer Display beobachten;
    3. verfolgen, welche Funktionen am Renault 4 E-Tech verändert wurden.


    1. Einsteckversuche der Anhängerkupplung
    (vielfache Versuche, bis ich das System verstand;()

    • Beim Abnehmen des Plastikteils, war ich zufrieden, dass der Anhänge Bock nach 4 Monaten Betrieb des Autos nicht gerostet war. Es gab keine sichtbaren Beschädigungen der Unterseite, z. B. von Straßen mit viel Schnee und ausgefahrenen Spuren.

      Der Renault 4 E-Tech hat 18,1 cm Bodenfreiheit. Der Anhänge Bock ragt 9 cm nach unten und schränkt die Bodenfreiheit ein.

      Anhängerkupplung_Beeinträchtigung_Bodenfreiheit.jpg
    • Richtiges Vorgehen:thumbup:
      Die Anhängerkupplung wird an dem Schalter mit dem Schließzylinder hinein und nach unten gedrückt. Dann sieht man die rote Markierung und das Teil ist vorgespannt. Der Schließzylinder ist dabei nicht richtig ausgefahren.

      Grüne_und_rote_Markierung_Anhängerkupplung.jpg

      Die rot markierte Anhängerkupplung wird halbschräg eingeführt und mit etwas "Schmackes" nach unten gedrückt. Man hört das typische Klack-Geräusch. Dann ist die Anhängerkupplung korrekt fixiert.
      Die Farbmarkierung ist auf grün gewechselt.
      Die Anhängekupplung kann mit den mitgelieferten Schlüssel abgeschlossen werden. Sie ist dann arretiert gegen Herunterdrücken des Hebels am Schließzylinder.

      IMG_20260320_150755995.jpg

      Dieses Video illustriert den Einsteck-Prozeß der Anhängekupplung (ab 0:33 min).
      Ich wollte es zunächst nicht recht glauben. Klappte heute beim erneuten Probieren ohne Probleme 8) .
    • Falsches Vorgehen:thumbdown:
      Das hatte ich zunächst auch gemacht ^^ .
      Die Anhängerkupplung in roter Markierung wird an dem Schließzylinder hineingedrückt und dabei der Hebel nach unten gedrückt und so gehalten und dann in den Anhänge Bock gesteckt und losgelassen.

      Anhängerkupplung_falsche_Einstellung.jpg

      Dann rastet die Anhängerkupplung auch ein, ist aber nicht vollständig fest. Sie hat ein wenig Spiel beim Hin- und Herbewegen.
      Die rote Markierung ist sichtbar. Man kann sogar mit dem Schlüssel die Anhängerkupplung in diesem Zustand abschließen. Jedoch ist es falsch und trügerisch.
      Im abgeschlossenen Zustand bewirkt hier ein wenig Herunterdrücken des Hebels am Schließzylinder, dass die Anhängerkupplung sich löst.

    2. Warnhinweise auf dem Fahrer Display

    • Das Display zeigte die Inaktivierung der rückwärtigen Abstandswarner.
      Sichtkontrolle zeigte Blinker, Rück- und Bremslicht Funktion am Anhänger. Leider hab ich Dösel 8| vergessen zu prüfen, ob auch die Rückfahrscheinwerfer am Anhänger beim Rückwärtsrangieren angingen.
      Beim Fahren fehlte ein Icon der Inaktivierung vom 'toten Winkel Warner'.
      Ich vergaß, zu kontrollieren, ob während der Fahrt der gelbe Punkt in den Spiegeln auftaucht, wenn Personen oder andere Autos im toten Winkelbereich vorbeifahren bzw. gehen.

      Im rechten unteren Bild sieht man, der adaptive Tempomat funktionierte auch bei Anhängerfahrt.

      Display_bei_Anhänger_Nutzung.jpg  IMG_20260320_153614941_HDR.jpg


    Bild links oben: Die zu niedrige Bildauflösung unserer Rückfahrkameras wurde in anderen Threads besprochen. Durch Drücken des sternförmigen Setting- Knopfes am rechten oberen Displayrand kann man versuchen, die Helligkeit, Kontrast und Farbintensität zu verbessern.

    Es wurde geschrieben, die Bildauflösung der Rückfahrkamera beim Renault 5 E-Tech hätte eine bessere Auflösung. Hier ein  R 5 Rückfahrkamera Video (Display ab 6:49 min) .

    Bei unserer Rückfahrkamera (Bild unten) konnte ich die vier Icons am unteren Bildrand von links nach rechts noch einstellen (im Bildbeispiel sind alle auf 'on' gestellt):
    - bewegliche Maßlinien entsprechend Lenkradstellung;
    - feste Maßlinien für den Abstand hinter dem Fahrzeug;
    - bewegliche blaue Anhänger Führungslinien (
    ohne Anhänger nur blauer Strich)

    - Zoom auto (bei Hindernis Umschaltung auf Heckansicht von oben).


    IMG_20260322_155331045.jpg

    3. Veränderte Funktionen am Renault 4 E-tech bei gekoppeltem Anhänger/Fahrradträger


    Es gab hier im Thread, Beitrag #101, Fragen, ob sich eine preiswerte Anhängervorrichtung von "Nicht- Renault Drittanbietern" lohne.
    Zwar verfügen diese Angebote über eine Querstange, Anhängebock, feste oder abnehmbare Anhängerkupplung. Anbringung ist für versierte Schrauber nicht das Problem (R4 Handbuch, Kap.4, Seite 348).

    Bei der elektrischen Anschlussleitung meist nur die Anbindung an die gesetzlich vorgeschriebenen Anhänger Blinker, Rück-Bremslicht.
    Es gibt weitere Funktionen, die bei einer "originalen" Anhängervorrichtung im Elektroniksystem verändert werden.

    Wenn man das nachträglich - sofern möglich - bei Renault anschließt (kodiert), weil das Fehlen einen nervt oder es für einen Fahrzeugverkauf benötigt wird, bezahlt man aus meiner Sicht doppelt.


    Welche Funktionen werden bei Anhängerbetrieb verändert:
    (Natürlich ohne Gewehr :saint: Gewähr und nach besten Wissen :) )


    FunktionRenault R4 BedienungsanleitungSelbst getestet
    Anhänger Rücklichter, Blinker---Ja (außer Rückscheinwerfer)
    Toter Winkelwarner inaktiviert Kap.3, S. 220 ff.Nicht getestet, keine Display Icons
    Blaue Anhänger Linie Kap.3, S. 292 ff.Sichtbar in Rückfahrkamera
    Spurhaltefunktion (inkl. Ausparkwarnung) deaktiviertKap. 3, S. 210 ff.Permanente Icon Anzeige im Display
    Hintere Abstandswarner inkl. Notbremsung beim Rückwärts fahren inaktiviert Kap.3, S. 249 ff.Entsprechende Warnungsanzeige in Rückfahrkamera
    Anhänger-Stabilitätsassistent aktiviertInternet-Mutmaßungen als ESP ZusatzfunktionKeine Angabe gefunden


    Mein Gesamt Fazit

    1. Einklinken meiner Anhängerkupplung in die Anhängervorrichtung (Fa.Brink) funktionierte nach Lernprozess. Es ließ sich bei mir mehrfach reproduzieren.
    2. Fahren mit typischem kleineren Anhänger (600 kg max.) war bei mir unkompliziert.
      Das Fahrzeug hatte genügend Kraft, den Anhänger zu beschleunigen und zu bremsen.
    3. Veränderte elektronische Funktionen in Anhängerbetrieb konnte ich nicht vollständig verifizieren.



    Dank für Lesegeduld, falls Ihr bis hierher kamt :)


    VG aus Sverige,
    Klaus

    "Wer schön sein will, muss auch leiden" - Plein Sud

    Werte Foristen,


    zusätzlich zur Frage der Pflegeintensivität des Faltdaches:
    Ein wenig schlugen vor dem Auto Kauf unseres Renault 4 E-Tech zwei Herzen in unserer Brust.

    Wäre es eine Citroen E-Ente, von der im Netz immer wieder mal gemunkelt wird, es könnte eine in Zukunft geben, fiele die Entscheidung bestimmt noch viel schwerer :) .

    Meine Frau und ich hatten vor 1 1/2 Jahren bei einer Reise in DE die tolle Gelegenheit, einen Fiat 500 mit Faltdach als Mietwagen fahren zu können. Wir hatten uns sehr auf dieses Fahrerlebnis gefreut.
    Es war August und sehr warme Tage mit vollem Sonnenschein ohne Wolken am Himmel.

    Das Fahrerlebnis:

    • Auf der Autobahn so bei Tempo 105 km, das volle Aufziehen des Verdeckes war einfach zu windig. Also nur ein wenig aufgezogen und nach 1/2 Stunde immer weiter und schließlich ganz zugemacht, wegen der Lautstärke.
    • Auf Landstraßen bei langsamer Fahrt , Dach voll auf, zunächst breites Grinsen im Gesicht und Vorfreude.
      Doch nach 20 Minuten Fahrt war die Hitze einfach zu unerträglich auf dem (meines) recht schütterem Haupthaar.
      Der Appetit auf die kühlende Luft der Klimaanlage wuchs immer mehr und dann wurde das Dach geschlossen, trotz Sonnenschein :saint: .

    Fiat_500_Cabriolet.jpg



    Das waren so einer der wichtigsten Gründe, warum meine Frau meinte, den neuen Renault 4 E-Tech gerne, aber bitte nicht mit Faltdach.


    Natürlich kann die Luftdynamik beim neuen Renault 4 Plein Sud ganz anders und viel besser sein.

    VG aus Sverige,
    Klaus


    P.S.:

    Ich habe mich oft gewundert , warum es immer hieß, dass die Stadt Hamburg - mit ziemlich viel Regentagen im Bundesdurchschnitt - zu den Städten in Deutschland gehört(e), die die meisten zugelassenen Cabriolets hat.

    Vielleicht gibt es den Genuss eher an kühleren Tagen ? ^^

    Werte Forumsgemeinde,

    dieser Post ist wahrscheinlich genauso wenig wirklich wichtig, wie die Reden so mancher Politiker oder Politikerinnen :) . Eigentlich ist schon alles gesagt in unseren einschlägigen Forum Threads in verschiedenster Form zum Thema Frunk bei unserem R4 E-Tech, nur ..................... eben noch nicht von JEDEM  ^^ 8) .

    Deshalb traue ich mich diesen Beitrag zu posten. Ein bisschen in der leisen Hoffnung, vielleicht enthält es die eine oder andere Nuance für jene von Euch, die sich mit dem Gedanken befassen, evtl. einen Frunk anzuschaffen. Damit sie dann sicherer werden können, sich dafür oder dagegen zu entscheiden. Und jene, die es schon entschieden haben, können sich in ihren Urteilen bestätigt fühlen:thumbup:.

    Nach dem wir im Spätherbst letzten Jahres beschlossen, den neuen elektrischen Renault 4 zu kaufen, entdeckte ich durch Zufall die Webseite des österreichischen Frunk Herstellers. Was ich da sah, dass jemand versuchte, alle Elektro Wagen darauf zu testen, ob man unter der Motorhaube einen Minikofferraum einbauen könnte, hatte mich begeistert.

    Zu Anfang war da noch keine Info zum Renault 4 E-Tech. Da dort ein Frunk für den neuen Renault 5 angeboten wurde, der ja Teile mäßig zu 68% identisch sein soll, hoffte ich, dass es sich irgendwann auch bei unseren neuen R4 einsetzen ließe.

    Weil ich schon in sehr jungen Jahren einen R4 Urtyp im letzten Jahrhundert fuhr, verfolgten wir seit Renaults Ankündigung der Retro Autos gespannt die Zuschaustellung der ersten Prototypen des Elektro Nachfolgers auf den einschlägigen Auto-Salongs.


    Wenn ich jetzt hier in Schweden in unserem R4 E-Tech mit meiner Frau zusammen fahre, kann ich immer noch nicht ganz glauben, dass Renault dass wirklich gemacht hat mit den Retro Autos 8o.


    In 2022 wurde eine Trophy Version vorgestellt, die so aussah, als gäbe es da unter der Motorhaube reichlich Platz für einen Frunk. In dem Video sieht man erhebliche Vertiefungen in der Motorhaube, die es erahnen ließen, dass da ausreichend Platz für einen Frunk wäre. Leider hatte die finale Version des Renault 4 E-Tech keinen Frunk.


    Die letzten drei Jahre fuhren wir einen eMegane und unsere Erfahrung war, meist benötigten wird das Typ2 Ladekabel wenn der Kofferraum voll war, das Ladekabel ganz unten drunter und das Wetter saumäßig. Und geeignet das Kabel so richtig einzus... :love:. Die Möglichkeit, das Ladekabel vorne unter der Motorhaube in einem Frunk zu verstauen, wäre ziemlich optimal.


    Ich war positiv überrascht, als ich dieses Forum hier kennenlernte, dass so viele von Euch die Installation dieses Frunks gut finden und es jetzt auch schon installiert haben.


    Befürchtet hatte ich, dass vielleicht die Meinung überwiegen könnte, der Frunk wird nicht vom Hersteller angeboten, man hat Angst Garantieansprüche zu verlieren. Es ist nicht verboten, erscheint dennoch irgendwie ein wenig in einem unentschiedenen Grauzonen Bereich zu liegen.

    Fachforen, wie dieses Renault 4 E-Tech Forum finde ich super gut, weil es unendlich viel Vor- und Fachwissen der Nutzer bündelt. Heute hab ich geschaut in den administrativen Forumsangaben. Da steht, es seien 283 Forum Mitglieder. Wenn man konservativ geschätzt, hypothetisch einen Altersdurchschnitt von 50 Jahren annähme, dann gäbe es gerechnet ab 18 Jahre 32 Jahre Autowissen Erfahrung mal 283 = über 9000 Jahre. Es soll ja Leute gäben, die glauben, unser Planet Erde sei nicht viel älter :saint:.

    Was ich sagen möchte, so viele Jahre Erfahrung garantiert eigentlich - und das Forum wird sicher noch wachsen - dass es kaum Phänomene oder Mängel bei unseren neuen R4s geben wird , die hier nicht auftauchten und gleichzeitig ist mir klar, bei jeder technischen Meinung, die ich teile: hier sitzen viele, die haben wesentlich mehr technische Erfahrung und echtes Know How, von dem ich selbst sehr viel lernen kann.


    Also zurück zum Frunk: Ich bin überzeugt, eine Reihe von Euch hier im Forum verfügen über Autoreparatur-/-schrauber Erfahrungen auf verschiedenstem Niveau. Ich kann nur ein wenig Amatuer-Schrauber Erfahrung im Motorradbereich der letzten 20 Jahre und uralt Autoreparatur Versuche einbringen. Und bei den heutigen Autos, wo alles elektronisch geregelt ist, geht es meist so wieso nicht mehr.

    Was ich gelernt habe in all den Jahren. Das Wichtigste für mich ist, dass ich verstehe, wie etwas funktioniert und was ich da jeweils beim Schrauben mache. Das versetzt mich dann in die Situation einschätzen zu können, ist das etwas für mich, erhöht es die Anwendbarkeit oder Funktion, verbessert es die Verkehrssicherheit, wie ist die Risikoeinschätzung.
    (Ausgeschlossen ist natürlich stets, wenn es gesetzlich verboten ist, oder es klar erkennbare als zu hocherkannte Risiken gibt für Leib und Leben.
    Als ich z.B. anfing mit dem Motorradschrauben, hatte ich mir fast in die Hosen gemacht vor Angst, etwas Schlimmes könnte passieren, als ich mit einem erfahrenen Arbeitskollegen Scheibenbremsbeläge wechselte. Was korrekt durchgeführt keine Gefahr für die Sicherheit darstellt, eher die Bremsfunktion verbessert. Heute experimentiere ich mit Bremsflüssigkeiten oder Motoreinstellungen und machen bis auf wenige Arbeiten alle Instandhaltung selbst. Aber meine Frau und ich würden nicht einmal zum Brötchen holen oder Kaffee trinken mit dem Krad ohne volle Schutzausrüstung fahren, auch im heißesten Hochsommer).



    Was mich bei den aktuellen Renault 4 E-Tech Frunk der österreichischen Fa. überzeugt hat:

    • Es gab Testungen, was passiert z.B. bei maximaler Sonneneinstrahlung. Die gezeigten Messergebnisse zeigten, dass der Frunk und seine Inhalte und die darunter liegenden Motorteile nicht heißer waren als bei den selben Automodellen ohne Frunk.
    • Die eingesetzten Kunststoffmaterialien sind thermoresistent und nicht brennbar.
    • Die eingesetzten Materialien und exemplarisch die Frunks für einige E-Auto Modelle haben ein österreichisches TüV Zertifikat.
    • Der Frunk wird mit seinen Kunststofffüßen auf Schrauben gesteckt, die am Ende eine Kugelform haben. Die Schrauben sind stabil und werden entweder in existierende nicht genutzte Gewinde oder im Austausch an bestehende Schrauben, die nur Kabelhalterungen oder ähnliches fixieren.
      Also wird nichts Tragendes gelöst oder benutzt.


    Ausgehend von meinen Motorraderfahrungen, wo ich mir zu Beginn manche Schrauben "vergurgt" oder Plastikverkleidungen gesprengt habe, weil ich nicht glaubte, das die Empfehlung handfest anzuziehen, ausreiche, habe ich mir angewöhnt, Schrauben bei neuen Projekten mit einem Drehmoment Schlüssel anzuziehen, wenn Anzugswerte in Newton Meter angegeben sind. Bei den Frunk Schrauben ist es handfest , 5 bis 6 Nm.


    Das sind die Zusatzteile, die zusammen mit dem Plastik Frunkteil selbst geliefert wurden.
    Die Orte für die fünf Schrauben konnte ich mit der mitgeschickten Anleitung sofort identifizieren und ohne Schwierigkeiten anschrauben.

    IMG_20260309_142529696.jpg


    Natürlich ist es etwas überkandidelt, aber ich habe die Schrauben mit einem kleinen Drehmomentschlüssel mit 5 bzw. 6 Nm angezogen. Ich denke es war nicht nötig, aber wenn jemand Angst hätte die Schrauben könnten sich lösen durch Fahrzeugvibrationen, könnte man zusätzlich pro Gewinde 1 bis 2 Tropfen Schraubensicherung nutzen. Dann kann sich nichts mehr von selbst lösen.


    2026_03_Frunk_Verschraubung_I.jpg   2026_03_Frunk_Verschraubung_II.jpg


    In der Anleitung war beschrieben, der rechte obere Fixierungspunkt (wenn man vor der geöffneten Motorhaube steht) sei Renault bedingt mit Fertigungstoleranzen behaftet, was die Lage angeht. Das war auch bei mir so, aber ich konnte durch Lockerung der entsprechenden Schraube in dem Frunkteil selbst, die Position etwas ausrichten nach der Fixierungsschraube mit dem Kugelkopf. Es ist etwas schräg, aber hält gut.
    (iIh hatte das Foto auch Josef Breinlinger von der Fa. Frunk geschickt und er meinte, das passe recht gut von deren Erfahrung heraus).


    R4_Frunk.jpg  2026_03_10_Frunk_Modelle_Renault_4_und_5.jpg

    Weil ich von Natur aus sehr neugierig bin, interessierten mich auch die Unterschiede zwischen den angebotenen Frunks für die Renault 4 E-Tech und Renault 5 E-Tech. Für mich sahen die Modelle bis auf eine Vertiefung auf der Rückseite fast identisch aus. Josef Breinlinger von Frunk.at meinte, es wäre beim R4 etwas höher an einigen Stellen der Umrandung, vermutlich weil der Renault 5 E-Tech eine etwas tiefere Motorhaube habe.



    IMG_20260316_130208918.jpg  IMG_20260316_130509037.jpg


    Mit dem originalen, etwas klobigen 22 kW Typ 2 Ladekabel ging es gerade so aber nur eine Zusatztasche (klein) von Frunk.at ging hinein.
    Ich habe jetzt ein leichter biegsames und im Durchmesser kleineres 7 Meter langes 11 kW Typ 2 Ladekabel. Da passen dann 2 Taschen in den Frunk.

    Aktuelle "Ladeliste" des Frunk:
    - Ladekabel

    - Warndreieck

    - 1. Hilfe Kasten

    - Löschdecke

    - V2L Device

    - Batterieladegerät

    - Warnweste

    - in der einen Tasche, die fast leer ist, wäre noch Platz für Kleinteile


    Mein subjektives Maß, um zu prüfen , ob der Frunk überladen ist:

    Wenn man die Motorhaube in etwa halber bis ein Drittel Höhe zufallen lässt, muss sie beim ersten Versuch zugehen.


    Ich bin sehr zufrieden, den Frunk zu haben, aber kann auch jeden verstehen, der sich gegen so einen Umbau entscheidet und die Sachen lieber hinten im Kofferraum verstaut.
    (von vielfältigen Aftermarket Produkterfahrungen aus dem Motorrad Bereich, würde ich sagen, der Frunk und das ganze Drumherum erscheint mir ziemlich seriös und passgenau).



    Falls Ihr bis hierher kamt, Danke für die Lesegeduld :).


    VG aus Sverige,

    Klaus

    Werte Forumsmitglieder,

    Gerade hat hier bei uns eine größere Lieferkette mit "A" zu später Nachtstunde das bestellte Ladekabel (Lappmobility, 11 kW, 3-phasig, 20 A geliefert) :) .


    R4_C.jpg


    Das Kabel hat ziemlich ähnlich genau die Farbe meines ersten eigenen Autos, einem R4 in 1976 8).

    Ich hab mir vorgenommen, in den nächsten Wochen einmal das "Restrisiko", von dem einer der Vorredner hier in diesem Thread sprach, für meine schwedische Umgebung zu testen.

    In der Regel benötige ich zwar keine Aufladung während des Tages aufgrund der Ladebox zuhause. Aber hier sind fast alle innerstädtischen Parkplätze mit Parkgebühren belegt und Parkhäuser sowieso und eine große Zahl dieser Plätze sind optional mit Typ 2 Ladesäulen ausgerüstet.

    Da die Ladekosten dabei sehr gering sind, im Verhältnis zu den relativ hohen Parkgebühren hier, werde ich es mal testen, in wieweit das 11 KW Kabel akzeptiert wird von den hiesigen Ladesäulen.

    VG aus Sverige,
    Klaus

    Werte Forumsgemeinde,

    k_b: Danke für diesen Erfahrungstipp.

    Ehrlich gesagt, ich habe vor einigen Tagen genauso gehandelt, was den Wechsel vom 22 kW auf 11 kW Kabel angeht :) .

    Ich habe nur mit größter Mühe das beim Kauf mitgelieferte wirklich nur schwer biegbare 22 kw Originalkabel in den Frunk, den viele hier auch bestellt haben, 'hinein quetschen' können.

    Da kam mir dann auch die idee, warum nicht ein gutes 11 kW Typ 2 Ladekabel kaufen und das originale 22 kW Typ 2 Ladekabel hier in der schwedischen Ebay ähnlichen Variante Blocket.se zu verkaufen.
    Hintergrund: Warum soll ich so ein riesiges 22 kW Kabel herumfahren, wenn unser Renault 4 E-Tech nur maximal 11 kW/h laden kann mit einem Typ 2 Ladekabel.

    Als ich dann bei einigen Internet Kabelanbieter Webseiten und auch Fragen an das KI Programm Gemini diese Information las:

    • Standard-Konformität: gute Marken Ladekabel entsprächen den gültigen IEC- und EN-Normen (Mode 3) und wären für das Laden an öffentlichen Wechselstromladestationen (Typ 2) ausgelegt.
    • Wichtig wäre, darauf zu achten, dass es 3-phasige und bis 20A ausgelegte Typ 2 Ladekabel sind.
    • Kodierung (20A) : Ein 20A Kabel signalisiere mit seinem Stecker der Ladesäule meist, dass bis zu 20 A möglich wären, auch wenn in der Praxis nur max. 16 A erreicht würden. Das würde aber ausreichen zum Ladevorgang und das das Kabel akzeptiert werden würde.
    • Gelegentlich könnten ältere 22 kW-Ladestationen (die nur 32 A akzeptieren) bei Kabeln, die für weniger Strom kodiert sind (wie 16 A oder 20 A), aus Sicherheitsgründen die Ladung verweigern, um das Kabel zu schützen. Bei modernen 11 kW- oder 22 kW-Ladesäulen wäre das aber selten ein Problem.

    Was meint Ihr, könnte das sich hier so verhalten bei der gemachten Erfahrung vom Forumsmitglied k_b. und es ist ein eher seltener Fall, dass dennoch das Umsteigen auf ein gutes 11kW Typ 2 Ladekabel rechtfertigt?


    Ich habe mir ein 7 Meter langes oranges Kabel von der Fa. LappMobility bestellt, 11 kW, 3-phasig, 20 A.
    Und hoffe immer noch, dass es meist klappen würde an öffentlichen Ladesäulen. Natürlich könnte ich falsch liegen und es gibt noch viele ältere Ladesäulen.


    VG aus Sverige,
    Klaus

    Werte Forums Gemeinde,

    Hier in Schweden gibt es nun Anzeichen für den kommenden Frühling.
    Für ein erstes Resümee habe ich gut 4000 km Wintererfahrung mit dem Renault 4 E-Tech vom Start Ende November 2025 bis heute. Es beinhaltet eine längere Reise nach Deutschland im Dezember und hier Fahren bei Eis und Schnee im Januar/Februar.

    Die technische Ausgangslage bei unserem Renault 4 E-Tech (150 PS Variante, Iconic Ausstattung):

    • Nordische Version:
      Wärmepumpe (mit vermutlich etwas veränderten Einstellungen im Vergleich zu Modellen in südlicheren Gefilden), Batterie Vorheizung bei vorgewählter Ladestation, Sitzheizungen, beheiztes Lenkrad, separate Winter- und Sommerreifen (so, wie ich es verstanden habe, gibt es kein Extended Grip Paket, und auch kein Snow Modus für die nordische R4 Variante)
    • Gewählter Fahrmodus:
      Ich bin ausschließlich im Multi-Sense Perso(nal) Modus gefahren mit den Einstellungen: 'normal' für Motoreigenschaften und der Dynamic des Fahrzeugs.
      Auch stelle und stellte ich die Rekuperation grundsätzlich bei Fahrtantritt sofort auf One-Pedal Mode. Wegen der Stop Funktion und der ausgeprägten Motorbremse.
    • Renault 4 E-Tech Durchschnittsverbrauch gemäß R-Link Display: 21,4 kWh (26.11. 2025 - 06.03. 2026)
      In der Regel Klimaanlage auf Position 2 oder 3 mit 21,5 Grad gestellt. Regelmäßig Vorheizung vor Fahrtantritt via MY Renault App), Heckscheibenheizung; Sitzheizung und Lenkradheizung großzügig :love: und bei Bedarf eingesetzt.
    • Vergleich mit anderen Renault Typen:
      Es ist natürlich subjektiv, eine Art 'Popo-Meter' Test mit den Winterfahreigenschaften von e-hybrid Captur und eMegane, meiner davor jeweils drei Jahren gefahrenen Leasingwagen hier in Schweden.

    Winterreifen: Viking Contact 7

    (Produktion: Woche/Jahr): 4025

    Reifentest 2022 Spikeloser Winterreifentest

    2026_03_05_Winterreifen.jpg



    Goodyear Efficient Grip Performance 2 (sogar mit Emblem 'electric Drive ready', was immer das auch bedeutet?)

    (Produktion: Woche/Jahr): 2925

    ADAC Sommerreifentest 2026

    2026_03_05_Sommerreifen.jpg



    Mein Winterresümee in Prosa ;) :

    • Auf die Auswahl der Reifen hatte ich keinen Einfluss. Wir hatten einen größeren Preisnachlass gewährt bekommen auf das gesamte Auto-Paket. Um die Zusatzkosten gering zu halten, hatten wir uns auch gerne bereit erklärt für Stahlfelgen im Winter mit den Kunststoff-Radkappen der günstigeren Modellvarianten.
      Aus meiner Sicht hat dies auch Vorteile, man braucht nicht so sehr Acht geben auf möglich Riefen und Kratzer von glänzenden Aluminium Felgen.
      Ich fand noch keine Gelegenheit, meine 18 Zoll Winter- und Sommerfelgen selbst zu wiegen. Gemäß dem, was ich auf Internet Angebotsseiten fand: Lochkranz-Stahlflege: 11,5 kg und originale R4 Alufelge: 9,6 kg. Diese 1,9 kg Differenz pro Rad könnte wegen der ungefederten Massen eine große Auswirkung haben; z.B. beim Motorrad wäre die leichtere Variante vermutlich viel agiler beim Fahren. Für den R4 E-Tech im Winter glaube ich, ist der Unterschied nicht so frappierend zu spüren. Die Reifen Eigenschaften, Rollwiderstand usw. hätten m.E. mehr spürbare Auswirkungen.
        
    • Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dem Fahrverhalten des Renault 4 E-Tech mit den Winterreifen. Ich hatte keine wirklich brenzliche Situationen, mit unerwartetem Ausbrechen auf Eis- oder Schnee-bedeckten Fahrbahnen oder dem Touchieren von Hindernissen oder gar anderen Autos. Ich fühlte mich immer sicher genug, so dass ich die gesamte Fahrstrecke nur in dem Personal Modus fuhr.
      Ich hätte theoretisch die Option gehabt, in den Eco Modus zu wechseln. Ich hatte dies aber nicht gemacht, weil ich ja im Personal Modus gemäßigte Einstellungen gewählt hatte und auch befürchtete, dass der Eco Modus die Sitzheizung/Lenkradheizung oder Klimaanlage-Einstellungen einschränken könnte.
      • Ohne Schnee und Eis:
        Bei winterlichen Temperaturen völlig unproblematisch, kein unangenehmes oder lautes Reifengeräusch.
        Kein Ausbrechen, normale Bremswege, kein Unterschied zu den beiden beschriebenen vorhergehenden Renault Fahrzeugen.
      • Bei Schnee:
        Auch hier in Schweden wird, wie in Deutschland, immer weniger Salz gestreut z. B. auf Nebenstraßen. Es gab keine Probleme, Schnee oder leichte Verwehungen zu passieren. Das ging wegen der Bodenfreiheit z. B. auch besser als mit dem eMegane. Ich konnte sogar hin und wieder den adaptiven Tempomat nutzen.
        Bremsen ging auch recht gut im fließenden Verkehr, kein Ausbrechen.
        Was anders war als beim hybrid Captur oder dem eMegane war beim sehr zügigen (~zu schnellem 8| :thumbdown: ) Kurven fahren, dass der R4 in Kurven zum Ausbrechen hinten neigte.
        Es war aber kein Problem beim gemäßigtem Fahren.
      • Bei teilweise vereisten Fahrbahnen:
        Witterungsbedingt kommt es hier doch häufiger zu teilweise vereisten Fahrbahnen. Deshalb gibt es hier immer noch eine beträchtliche Anzahl schwedischer Verkehrsteilnehmer, die überzeugt sind, man bräuchte unbedingt Spike-Reifen ('dubbdäck') im Winter.
        In Deutschland sind diese Art der Reifen ja schon seit den 60er Jahren verboten. Hier ist der Anteil im Laufe der Jahre auch gesunken. Es gibt in Stockholm schon Straßenzüge, wo es wegen der Feinstaub-Belastung verboten ist. Ich kann mich noch erinnern, als ich hier anfing in 2008 und versuchte, Winterreifen ohne Spikes zu bestellen. Es war schwierig und ich galt ein wenig als Exot.
        Ich bin überzeugt, dass ABS und ESP so gute technische Helfer sind, dass man auch hier bei angepasster moderater Fahrweise keine Spike-Reifen benötigt.
        Das Fahren mit Spike-Reifen hat hier auch den Nachteil, dass Fahrbahn-Markierungen auf den Straßen kaum länger als eine Saison halten.

        Das Fahren auf vereisten Wegen und Straßen empfand ich ähnlich, wie bei den beiden Renault Fahrzeugen zuvor, bis auf zwei Beobachtungen.
        Es ist zwar nur das 'Popo-Meter', also der rein subjektive Vergleich mit einem gewohnten anderen Setting.
        Vom Motorrad Fahren kommend, kann ich sagen, dass solche Messverfahren bei mir oft verifizierbar waren. Z. B., wenn ich aggressivere Bremsscheiben gewechselt hatte und mit meiner Frau als Sozia (die davon nichts wusste) fuhr, hatte sie sofort dass Empfinden, beim Bremsen unangenehm stark nach vorne gedrückt zu werden, wegen der ungewohnten stärkeren Bremsverzögerung.

        1. Gefühlt hat der R4 einen spürbar längeren Bremsweg auf teilweise vereisten Fahrbahnen, gegenüber dem, was ich vom hybrid Captur und dem eMegane gewohnt war.

        2. Beim Anfahren auf teilweise vereistem Untergrund drehten die Reifen schneller durch als bei den anderen Renault Fahrzeugen, die ich vorher fuhr. Es bedurfte extrem vorsichtiges Gas geben.
        Vielleicht hätte ich da den Eco Modus probieren sollen?
               

    Wenn ich nur einen Satz hätte: es macht Spaß den R4 im Winter fahren zu dürfen und ich fühlte mich bei moderater Fahrweise ausreichend sicher, auch bei schlechter Sicht und hoher Verkehrsdichte, z. B. im Berufsverkehr.
    Die Testberichte, die ich nachträglich zu meinen Winterreifen fand, erwähnten auch gute Schnee Eigenschaften und einen etwas längeren Bremsweg zu Konkurrenz Produkten bei vereisten Fahrbahnen.



    Danke für das Lesen des langen "Pamphlets".
    Es kommt aber trotzdem noch ein kleiner 'Beifang' als P.S. ^^ .


    VG aus Sverige,
    Klaus



    P.S.:


    Einer meiner ersten Bewegründe, diesen Beitrag zu Eis und Schnee zu teilen, war die zufällige Beobachtung, dass die Kotflügel neben der Ladeluke im Gegensatz zum eMegane, den ich vorher hatte, magnetisch sind 8) .


    Bei eMegane hatte ich das Problem, dass bei Eis und Schnee, die offene Ladeluke beim nächtlichen Laden an der häuslichen Ladestation vereiste und sich morgens trotz Silikonspray und Talkum Stift nicht richtig schließen ließ.


    Durch das dadurch verursachte zu häufige und sicher zu starke Zudrücken der Plastik-Ladeklappe wurde dann der Verschlussmechanismus, der im rückwärtigen Teil nur geklebt war, aus seiner Verankerung gebracht.
    Das wurde dann eine teure Reparatur :cursing: die auf Kulanz/Garantie Basis zwischen mir und Renault geteilt wurde :thumbup: .


    Ich hatte dann im Internet eine Art magnetische Stulpe gefunden, um den Bereich beim Laden zu schützen.
    Unerwarteter Weise konnte ich das Teil nie richtig befestigen.
    Die eMegane Kotflügel und Kofferhaube z. B. waren nicht magnetisch, weil vermutlich ein höheres Auto Preissegment und aus Aluminium?

    Nun bin ich froh, diese Schutzstulpe nicht weggeworfen zu haben, weil meine Frau das Teil zufällig probierte und feststellte: der Renault 4 E-tech Magie hat 8o  magnetisch ist  :) .


    2025_02_20_Renault_EMegane_ladd_lucka.jpg
    Ladeluke des eMegane


    IMG_20260226_125245865_HDR.jpg  IMG_20260226_125252759_HDR.jpg

    IMG_20260302_094352639.jpg

    magnetische Stulpe zum Schutz der geöffneten Ladeluke beim eingesteckten Ladekabel