Beiträge von Wohliks

    Laut R5 Forum wirkt die Parkbremse auf die Vorderräder,

    Ui, das wäre allerdings ziemlich unüblich. ...bzw. könnte damit eine zusätzliche Blockierung der Vorderräder in Getriebestellung "P" gemeint sein?

    Die Zoe Phase 1 hatte da eine zusätzliche Sperrklinke im Getriebe, bei der Zoe Phase 2 verlässt man sich ausschließlich auf die "Hand-"Bremse, und die wirkt hinten.

    Wie es nun beim R4 und R5 wirklich ist... (noch) keine eigene Erfahrung dazu.


    Aber man müsste das eigentlich akustisch orten können: Wenn man das Ohr aus dem Fenster hält, wo summt der Servomotor beim Parkbremse aktivieren: vorne oder hinten?


    EDIT Aber eigentlich widerspricht dem auch die Erfahrung von @Don - wenn es bei seinem Versuch vorne statt hinten gebremst hätte, wäre ihm das bestimmt aufgefallen.

    Beim Zoe und R5 funktioniert das lt. OpenWB-Forum.

    Wenn es beim R5 funktioniert, dann ziemlich sicher auch beim plattform-gleichen R4.


    Bei der ZOE habe ich keine eigene Erfahrung, aber dem Vernehmen nach muss da unbedingt die Ladung unterbrochen werden, weil der Chameleon-Lader der Zoe mit dem einfachen Zu- oder Wegschalten von Phasen während der Ladung nicht klarkommt - es war sogar von teuren Schäden am Lader die Rede...

    Zurück zum Topic:

    Genau genommen ist das nur eine „temporäre Kapazitätsvergrößerung“ der vorhandenen Batterie, also kein „zusätzlicher Stromkreis“, wie es ein Ladegerät sein könnte (abhängig von der Bauweise).

    Steile These - natürlich ist der Booster (oder die parallelgeschaltete Batterie) genauso ein "zusätzlicher Stromkreis" wie auch jedes Ladegerät. Beim An- und Abklemmen kann man auch damit "aus Versehen" im Handumdrehen jede Menge Schaden anrichten - man sollte also auch beim Umgang mit Booster oder Batterie umsichtig sein und wissen, was man tut.


    Genau darum steht vermutlich der Hinweis im Handbuch, weil der Hersteller sich im Fall des Falles vor Ansprüchen schützen möchte.

    verbietet Renault beim R4 die Anwendung der "Starthilfe" sowohl als "Geber" als auch als "Nehmer" (siehe Seite 356-358).

    Könnte gut sein, dass das nur einen haftungsrechtlichen Hintergrund hat; Bei der Starthilfe kann der Laie einiges falsch machen und dank der zahlreich vorhandenen sensiblen Elektronik moderner Autos können Spannungsspitzen heute auch leichter Schaden anrichten. Dann ist der Hersteller mit diesem Hinweis fein raus - "wir haben dich ja gewarnt"...


    Dem Vernehmen nach versucht es der ADAC-Helfer bei E-Autos mit toter 12-V-Batterie auch erstmal mit einer (fachmännisch durchgeführten) "Starthilfe" aka Parallelschalten einer vollen 12-V-Batterie.

    Der Booster hätte auch den Vorteil, dass man nicht nur anderen, sondern notfalls auch sich selbst Starthilfe geben kann.


    Es gibt übrigens inzwischen auch solche Booster, die mit Supercaps anstelle eines LiIon-Akkus arbeiten - praktisch keine Akku-Degradation und lange Lebensdauer.


    Ich hab mir so ein Ding für unseren alten Scenic zugelegt, das konnte sich sogar an einer zum Starten zu schwachen Batterie noch aufladen (etwas Geduld vorausgesetzt) und die gesammelte Energie beim Start abgeben - um sich quasi am eigenen Zopf aus dem Sumpf zu ziehen.


    EDIT Es könnte allerdings sein, dass ein klassischer "Jumpstarter" beim E-Auto nicht funktioniert, weil er normalerweise den Spannungseinbruch beim Betätigen des Anlassers erkennt und sich dann erst zuschaltet. Diesen ausgeprägten Spannungseinbruch gibt es beim E-Auto nicht...

    Der Renault lädt die 12V Batterie auch beim abgestellten Fahrzeug bis zu einer Restkapazität aus der Hochvolt-Batterie.

    Das macht schon die ZOE aus 2020 so und ich habe auch in dieser Richtung noch gar keine Probleme gehabt, obwohl unser Auto immer mal auch eine oder anderthalb (maximal 3) Wochen rumsteht. Dass der DC-DC-Wandler aktiv ist, erkennt man am Betriebsgeräusch (dezentes Summen im Motorraum) und daran, dass die Kontroll-LED ander Parkbremse leuchtet.


    Allerdings findet man im Zoe-Forum dennoch Fälle, in denen die 12-V-Batterie leer oder defekt war und das Auto darum lahmgelegt hat.


    Dass ich keine Probleme hatte, liegt vielleicht auch daran, dass ich nicht bis zum Ausfall der Batterie warte, sondern sie im vom Hersteller vorgesehenen Wechselintervall (4 Jahre) vorbeugend habe ersetzen lassen.

    fehlt mir eine Info, was die R4-Elektronik sagt, wenn ihr ein 12V-Ladegerät parallel geklemmt wird.

    Beim R4 fehlt mir die Erfahrung, bei der ZOE haben wohl diverse Forenmitglieder einfach den Warnhinweis im Handbuch ignoriert und z.b. einen c-tek-Lader angeschlossen, ohne dass dabei ein Schaden eingetreten wäre. Angeblich sei der DC-DC-Wandler in der ZOE sowohl gegen Rückspeisung als auch gegen Abklemmen der Batterie bei laufendem Wandler tolerant, aber ich würde das dennoch nicht ausprobieren wollen, denn das Ding ist wohl ziemlich teuer...

    Weshalb es passieren kann, dass du dein Auto mit dreiviertelvollem Akku abstellst, aber mit halbvollem (dramaturgisch übertrieben) wieder losfährst

    Das ist mir bei der ZOE in über 5 Jahren nicht ein einziges Mal passiert - auch nicht nach 3 Wochen Standzeit. Der maximale "plötzliche Ladungsverlust", den ich mal beobachtet habe, lag bei 2 % nach 3 Wochen. Ob das nun uneingeschränkt auf den R4 übertragbar ist, weiß ich nicht, aber ich würde diesbezüglich gegenüber der Zoe keine Verschlechterung erwarten.

    Dein "Scherz" ist gar nicht so weit hergeholt: Laut der ADAC-Pannenstatistik 2025 ist bei Elektroautos eine der häufigsten Pannenursache die 12-V-Batterie - hier ein Zitat:


    Hauptursache: Wie bei Verbrennern ist die defekte oder entladene 12-Volt-Starterbatterie mit über 44% die Pannenursache Nummer eins, nicht die Hochvolt-Antriebsbatterie.


    Ohne "Saft" aus dem guten alten Bleiakku bekommt man nämlich die Hochvolt-Elektrik des Auto nicht eingeschaltet. Dass man mal in die Verlegenheit kommt, Starthilfe zu brauchen, ist also auch beim E-Auto gar nicht mal soo abwegig... ;)

    angegebene Akkuleistung / 100 = Prozentstrich“ ein eher unerwartbarer Zufall ist.

    Der "unerwartbare Zufall" jedenfalls funktioniert in meinen inzwischen fünfeinhalb Jahren Erfahrung mit der ZOE hinreichend genau, so dass ich im Alltag die verbrauchte und auch beim Laden zu erwartende Energiemenge gut einschätzen kann. Übrigens hat es den Anschein, dass auch die App (z.B. in der Ladehistorie) mit diesem einfachen Ansatz rechnet, anders ist es jedenfalls nicht zu erklären, dass die angezeigten Daten ziemlich gut mit der Betrachtung nach obigem Ansatz korrelieren.


    Was genau in der Software des Autos passiert, darüber kann man zwar trefflich Mutmaßungen anstellen, aber letztlich bleiben es Mutmaßungen.