Beiträge von Wohliks

    Aber es ist doch wohl unbestritten, dass ein größerer Leitungsquerschnitt eher Vorteil ebo der Wärmeentwicklung hat

    Da hast Du recht und ich habe bei der Installation meiner CEE16 auch den für 32 A nötigen Querschnitt eingebaut (siehe hier, Beitrag #22), weil ich ein späteres Aufrüsten im Sinn hatte.


    Nach jetzt 5 Jahren Erfahrung mit dem E-Auto kann ich sagen, dass die Aufrüstung eher unwahrscheinlicher geworden ist, weil ich zu Hause das Laden mit 22 kW in der ganzen Zeit nicht ein einziges Mal vermisst habe. Dass neuere Autos oft nur noch 11-kW-Lader haben, liegt sicher auch daran, dass man unterwegs bevorzugt auf die DC-Lademöglichkeit zurückgreift.


    Aber der größere Querschnitt sorgt für geringen Spannungsabfall und das gute Gefühl, doch aufrüsten zu können, wenn sich irgendwann mal ein konkreter Bedarf dafür ergeben sollte. ;)

    weil der Vermieter keine 22 kw Wallbox genehmigen wollte

    Ein weiterer Mitspieler neben Deinem Vermieter ist der für Deinen Wohnort zuständige Netzbetreiber: Für eine 22-kW-Ladeeinrichtung brauchst Du auch dessen Genehmigung - und der Netzbetreiber kann für den Betrieb des Ladepunkts Auflagen machen wie z.B. Fernsteuerbarkeit für das Last-Management im Verteilnetz. Zieht man in Betracht, dass der Trend bei vielen neue Autos zu 11 kW Onboard-Ladern geht, wird das mit dem Hochrüsten eher unwahrscheinlicher.

    Noch besser, wenn ein Kraftstromanschluss vorhanden ist.

    Die Installation sollte vom LS zur WB mindestens ein 5x2,5mm2 Kabel enthalten,

    So ist es: Die Garage wird von der Hauptverteilung über 5x6mm² versorgt (15 m Kabellänge), in der Garage hängt eine kleine Unterverteilung mit Zwischenzähler, FI-Schalter, 3 x 16 A LSS und der CEE-16.


    Der ursprüngliche Gedanke war, das Ganze irgendwann mal auf 32 A "aufbohren" zu können, aber angesichts der damit verbundenen Umstände (Genehmigungspflicht, evtl. Fernsteuerung durch den Netzbetreiber) und weil die meisten aktuellen Autos nur mit 11 kW Ladeleistung ausgestattet sind, wird das wohl nicht mehr in Betracht kommen. Dafür habe ich jetzt eine schöne verlustarme Anbindung der Garage, die vielleicht eines Tages mal auch für V2G genutzt werden könnte - Renault ist ja auf diesem Gebiet ziemlich aktiv.

    Man kann sich für sehr wenig Geld eine CEE-Dose (wie schon beschrieben) installieren (lassen)

    ...oder die CEE-Dose ist schon da (z.B. für Holzspalter/Wippsäge) und man braucht nur noch eine ICCU (In-Cable-Control-Unit) wie den JuiceBooster oder was preiswerteres - schon ist die 11-kW-"Wallbox" fertig. Man sollte allerdings die Installation nochmal prüfen (lassen), denn eine so hohe Dauerlast gab es im Home-Bereich bisher nicht und man möchte doch sicher sein, dass es nicht irgendwo zu kokeln anfängt...

    Sollte ich doch mal eine größere Tour planen,

    Kommt ein bisschen darauf an, wie häufig dieser Fall eintritt: Der Haushaltsstrom ist - jedenfalls bei mir - deutlich günstiger als der Strom an einer Lade- oder gar Schnellladesäule. Insofern nutze ich die Lademöglichkeit zu Hause wann immer es geht und greife auf Ladesäulen nur unterwegs zurück, wenn das unvermeidbar ist.


    Meine "Wallbox" ist eine CEE16-Drehstromdose, an der ich einen JuiceBooster betreibe - als ich den 2020 angeschafft habe, wollte ich flexibel sein (an einigen meiner Fahrziele sind CEE vorhanden) und habe an dieser Konstellation (vom hohen Preis des JB mal abgesehen) noch nichts Nachteiliges gefunden.


    Fazit: Zu Hause laden ist pro kWh deutlich kostengünstiger als eine Ladesäule, andererseits muss man erstmal die Kosten der Wallbox wieder einspielen, was die Preisdifferenz wiederum relativiert.