Beiträge von Wohliks

    Bisher hatte ich noch keinen Booster, Jumpstarter wie auch immer man es nennt in der Hand der nicht in der Lage war ein E-Auto zu starten.

    Gut zu wissen - ich war bisher glücklicherweise noch nicht in der Lage, das ausprobieren zu müssen...

    Oder würdet ihr echt das Werkzeug raus holen, die Batterie ausbauen, euer Auto damit starten und dann wieder einbauen.

    Nö - ich jedenfalls nicht: Ich habe einen JumpStarter mit Supercaps, den kann ich am Spenderfahrzeug laden und dann zum Empfänger tragen. Dank integrierter Wandler-Elektronik kann der sich im Notfall sogar an einer halbtoten (ca. 6 V) Batterie (oder an einem USB-Anschluss) noch aufladen, man braucht dann nur etwas mehr Geduld. Hat mir beim alten Scenic gute Dienste geleistet...

    ...und hat gegenüber den derzeit überall präsenten JumpStartern noch einen Vorteil:


    Wie ich im Beitrag #17 schrieb, sind viele dieser Geräte so gebaut, dass sie beim Anklemmen erstmal ohne Spannung sind und sich erst zuschalten, wenn sie einen deutlichen Spannungseinbruch durch das Betätigen des Anlassers detektieren. Da es diesen ausgeprägten Spannungseinbruch beim E-Auto so nicht gibt, ist gar nicht so sicher, ob ein JumpStarter überhaupt aktiviert wird.


    Die parallelgeschaltete 2te Batterie ist ja auch Methode der Wahl beim ADAC (siehe Beitrag #20)

    Hm, seltsam: Beim Assistenten der ZOE läuft das so, dass man mit der Bremse die Geschwindigkeit beim Einparken steuert, ohne dass der Assi abbricht. Ende des Einpark-Vorgangs hält auch die ZOE nicht selbständig an, sondern das muss ich mit der Bremse machen.


    Bleibe mal zu Beginn des Einparkens auf der Bremse und löse sie nur soweit, dass der R4 langsam ins Rollen kommt - vielleicht darf man die Bremse während des Vorgangs nicht ganz loslassen. (Hab ich bei der ZOE noch nicht probiert)


    EDIT

    Gerade mal in der Anleitung des R4 nachgesehen, dort steht "Ihre Fahrgeschwindigkeit darf ca. 7 km/h nicht überschreiten." Das impliziert, dass Du die Geschwindigkeit mit der Bremse steuern musst: Das Manöver bricht ab, wenn das Auto zu schnell wird! Genau wie bei der ZOE...

    Laut R5 Forum wirkt die Parkbremse auf die Vorderräder,

    Ui, das wäre allerdings ziemlich unüblich. ...bzw. könnte damit eine zusätzliche Blockierung der Vorderräder in Getriebestellung "P" gemeint sein?

    Die Zoe Phase 1 hatte da eine zusätzliche Sperrklinke im Getriebe, bei der Zoe Phase 2 verlässt man sich ausschließlich auf die "Hand-"Bremse, und die wirkt hinten.

    Wie es nun beim R4 und R5 wirklich ist... (noch) keine eigene Erfahrung dazu.


    Aber man müsste das eigentlich akustisch orten können: Wenn man das Ohr aus dem Fenster hält, wo summt der Servomotor beim Parkbremse aktivieren: vorne oder hinten?


    EDIT Aber eigentlich widerspricht dem auch die Erfahrung von Don - wenn es bei seinem Versuch vorne statt hinten gebremst hätte, wäre ihm das bestimmt aufgefallen.

    Beim Zoe und R5 funktioniert das lt. OpenWB-Forum.

    Wenn es beim R5 funktioniert, dann ziemlich sicher auch beim plattform-gleichen R4.


    Bei der ZOE habe ich keine eigene Erfahrung, aber dem Vernehmen nach muss da unbedingt die Ladung unterbrochen werden, weil der Chameleon-Lader der Zoe mit dem einfachen Zu- oder Wegschalten von Phasen während der Ladung nicht klarkommt - es war sogar von teuren Schäden am Lader die Rede...

    Zurück zum Topic:

    Genau genommen ist das nur eine „temporäre Kapazitätsvergrößerung“ der vorhandenen Batterie, also kein „zusätzlicher Stromkreis“, wie es ein Ladegerät sein könnte (abhängig von der Bauweise).

    Steile These - natürlich ist der Booster (oder die parallelgeschaltete Batterie) genauso ein "zusätzlicher Stromkreis" wie auch jedes Ladegerät. Beim An- und Abklemmen kann man auch damit "aus Versehen" im Handumdrehen jede Menge Schaden anrichten - man sollte also auch beim Umgang mit Booster oder Batterie umsichtig sein und wissen, was man tut.


    Genau darum steht vermutlich der Hinweis im Handbuch, weil der Hersteller sich im Fall des Falles vor Ansprüchen schützen möchte.

    verbietet Renault beim R4 die Anwendung der "Starthilfe" sowohl als "Geber" als auch als "Nehmer" (siehe Seite 356-358).

    Könnte gut sein, dass das nur einen haftungsrechtlichen Hintergrund hat; Bei der Starthilfe kann der Laie einiges falsch machen und dank der zahlreich vorhandenen sensiblen Elektronik moderner Autos können Spannungsspitzen heute auch leichter Schaden anrichten. Dann ist der Hersteller mit diesem Hinweis fein raus - "wir haben dich ja gewarnt"...


    Dem Vernehmen nach versucht es der ADAC-Helfer bei E-Autos mit toter 12-V-Batterie auch erstmal mit einer (fachmännisch durchgeführten) "Starthilfe" aka Parallelschalten einer vollen 12-V-Batterie.

    Der Booster hätte auch den Vorteil, dass man nicht nur anderen, sondern notfalls auch sich selbst Starthilfe geben kann.


    Es gibt übrigens inzwischen auch solche Booster, die mit Supercaps anstelle eines LiIon-Akkus arbeiten - praktisch keine Akku-Degradation und lange Lebensdauer.


    Ich hab mir so ein Ding für unseren alten Scenic zugelegt, das konnte sich sogar an einer zum Starten zu schwachen Batterie noch aufladen (etwas Geduld vorausgesetzt) und die gesammelte Energie beim Start abgeben - um sich quasi am eigenen Zopf aus dem Sumpf zu ziehen.


    EDIT Es könnte allerdings sein, dass ein klassischer "Jumpstarter" beim E-Auto nicht funktioniert, weil er normalerweise den Spannungseinbruch beim Betätigen des Anlassers erkennt und sich dann erst zuschaltet. Diesen ausgeprägten Spannungseinbruch gibt es beim E-Auto nicht...

    Der Renault lädt die 12V Batterie auch beim abgestellten Fahrzeug bis zu einer Restkapazität aus der Hochvolt-Batterie.

    Das macht schon die ZOE aus 2020 so und ich habe auch in dieser Richtung noch gar keine Probleme gehabt, obwohl unser Auto immer mal auch eine oder anderthalb (maximal 3) Wochen rumsteht. Dass der DC-DC-Wandler aktiv ist, erkennt man am Betriebsgeräusch (dezentes Summen im Motorraum) und daran, dass die Kontroll-LED ander Parkbremse leuchtet.


    Allerdings findet man im Zoe-Forum dennoch Fälle, in denen die 12-V-Batterie leer oder defekt war und das Auto darum lahmgelegt hat.


    Dass ich keine Probleme hatte, liegt vielleicht auch daran, dass ich nicht bis zum Ausfall der Batterie warte, sondern sie im vom Hersteller vorgesehenen Wechselintervall (4 Jahre) vorbeugend habe ersetzen lassen.

    fehlt mir eine Info, was die R4-Elektronik sagt, wenn ihr ein 12V-Ladegerät parallel geklemmt wird.

    Beim R4 fehlt mir die Erfahrung, bei der ZOE haben wohl diverse Forenmitglieder einfach den Warnhinweis im Handbuch ignoriert und z.b. einen c-tek-Lader angeschlossen, ohne dass dabei ein Schaden eingetreten wäre. Angeblich sei der DC-DC-Wandler in der ZOE sowohl gegen Rückspeisung als auch gegen Abklemmen der Batterie bei laufendem Wandler tolerant, aber ich würde das dennoch nicht ausprobieren wollen, denn das Ding ist wohl ziemlich teuer...