Typ 2 / Mode 3 Ladekabel

  • Noch als Zusatzinfo für alle tauschwilligen Typ2 Kabel Nutzer.

    Ich habe heute an einem 22kW Ladepunkt mein leichtes AC Typ2 Kabel eingesteckt und bekam eine Fehlermeldung:

    IMG_3598.jpg


    Also hat die Säule erkannt, daß ich mit einem 11kW Kabel lade (womöglich ein 22kW fähiges Auto) und verhindert sicherheitshalber die Ladung. Ärgerlich, wenn dieses der einzig verfügbare Ladepunkt ist. Zum Glück hatte die Säule auf der anderen Seite einen 11kW Ladepunkt, dort hat das Laden geklappt.

    Wenn ich das schwere Originalkabel verwendet hätte, hätte es dieses Problem nicht gegeben.


    Bitte bedenkt das, wenn ihr euer AC Kabel tauscht..

  • Na ja: Wenn es auf der anderen Seite einen 11-kW-Ladepunkt gibt, ist es eigentlich schon sinnvoll, den "Schwach-Lader" dorthin zu dirigieren, damit der 22-kW-Ladepunkt für einen "Stark-Lader" frei bleibt. Man könnte das allerdings 1. geschickter formulieren und 2. das Laden mit 11 kW ermöglichen, wenn "die andere Seite" schon belegt ist.


    Vielleicht spielt auch die Reihenfolge beim Einstecken eine Rolle: Evtl. reagiert die Säule so auf das nackte Kabel - vielleicht meckert die Säule nicht, wenn beim Verbinden das Auto schon am Kabel hängt und direkt 11 kW signalisiert. Da müsste k_b uns wissen lassen, wie er es genau gemacht hat...


    Zur Erklärung: das Kabel "signalisiert" über einem Widerstand zwischen PP und PE seine Belastbarkeit. Hängt das Auto dran, erfolgt die Kommunikation zwischen Auto und Säule über CP, das macht ggf. einen Unterschied für das Verhalten der Säule.

    Viele Grüße aus Nordhessen... ☆ ZOE Intens R135 Z.E.50 (07/20)

    Bernhard

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  • Danke für die Info, das wusste ich noch nicht. Bei uns haben die Stadtwerke über die ganze Stadt verteilt Ladesäulen mit je zwei Ladepunkten à max. 22 kW aufgestellt. Bisher hatte ich noch nie Probleme mit meinem 11-kW-Kabel. Demnächst fahre ich in einen Kurzurlaub. Die Stadtwerke am Zielort sind wie die heimischen Stadtwerke im ladenetz-Verbund, aber es ist nicht gesagt, dass ich dort mit dem 11-kW-Kabel laden kann. Da nehme ich dann doch lieber das 22-kW-Originalkabel mit.


    Eine plausible Erklärung, warum es an machen Säulen geht und an anderen nicht, habe ich hier gefunden:


    Warum lehnt die Ladestation mein 11kW-Ladekabel ab?

    • Frühe 80er: gebrauchter R4 in Orange, ab 11/25: R4 E-Tech Iconic in Hauts-de-France Grün
  • Die Erläuterungen auf Ladefragen.de klingen ziemlich plausibel - dann liege ich also mit meiner Vermutung im Beitrag #23 falsch...

    Viele Grüße aus Nordhessen... ☆ ZOE Intens R135 Z.E.50 (07/20)

    Bernhard

  • Hallo zusammen, ja es gibt Ladesäulen die ein 11 kw Ladekabel verweigern. Soweit ich weiss sind das ältere Ladesäulen. Aber ich bin mir da nicht sicher und habe, um auf der sicheren Seite zu sein, immer ein Mode 3 Ladekabel dabei. Als ich vor 8 Jahren in die Emobilität eingestiegen bin, gab es nichts anderes.

    Seit 2018 elektrisch unterwegs: 1. Fahrzeug KIA Soul EV (-2020) 2. Fahrzeug KIA E-Soul (2020-)

    Nachstes Fahrzeug: Renault 4 E-Tech iconic mit Plein Sud und mehr. (kann leider noch nicht bestellt werden)

  • Ja, in diesem Fall war es eine Mennekes Säule mit einem 11kW und einem 22kW Ladeanschluss. Da der 22kW Anschluss auf der „richtigen“ Seite für meinen R4 lag, habe ich dort zuerst angesteckt.

    Mir war bisher diese Problematik nicht bekannt. Wahrscheinlich war es dumm von mir, das mitgelieferte Typ2 Kabel zu verkaufen und allein auf ein 11kW Kabel zu vertrauen. Manchmal hat man halt nur den einen Anschluss zur Verfügung, und das könnte wichtig sein. Auf meiner Fahrt hier nach Kassel war die erste DC Säule belegt - für 50 Minuten. Bin dann zur nächsten gefahren 2x150kW DC. Die war allerdings wegen Baustelle nicht zugänglich.

    Dann gab es halt noch diese AC Säule, die war frei, und ich hatte sowieso Dienst für 6 Stunden, um gleichzeitig zu laden (in der Arbeitspause wurde abgesteckt und umgeparkt).

  • Werte Forumsgemeinde,

    k_b: Danke für diesen Erfahrungstipp.

    Ehrlich gesagt, ich habe vor einigen Tagen genauso gehandelt, was den Wechsel vom 22 kW auf 11 kW Kabel angeht :) .

    Ich habe nur mit größter Mühe das beim Kauf mitgelieferte wirklich nur schwer biegbare 22 kw Originalkabel in den Frunk, den viele hier auch bestellt haben, 'hinein quetschen' können.

    Da kam mir dann auch die idee, warum nicht ein gutes 11 kW Typ 2 Ladekabel kaufen und das originale 22 kW Typ 2 Ladekabel hier in der schwedischen Ebay ähnlichen Variante Blocket.se zu verkaufen.
    Hintergrund: Warum soll ich so ein riesiges 22 kW Kabel herumfahren, wenn unser Renault 4 E-Tech nur maximal 11 kW/h laden kann mit einem Typ 2 Ladekabel.

    Als ich dann bei einigen Internet Kabelanbieter Webseiten und auch Fragen an das KI Programm Gemini diese Information las:

    • Standard-Konformität: gute Marken Ladekabel entsprächen den gültigen IEC- und EN-Normen (Mode 3) und wären für das Laden an öffentlichen Wechselstromladestationen (Typ 2) ausgelegt.
    • Wichtig wäre, darauf zu achten, dass es 3-phasige und bis 20A ausgelegte Typ 2 Ladekabel sind.
    • Kodierung (20A) : Ein 20A Kabel signalisiere mit seinem Stecker der Ladesäule meist, dass bis zu 20 A möglich wären, auch wenn in der Praxis nur max. 16 A erreicht würden. Das würde aber ausreichen zum Ladevorgang und das das Kabel akzeptiert werden würde.
    • Gelegentlich könnten ältere 22 kW-Ladestationen (die nur 32 A akzeptieren) bei Kabeln, die für weniger Strom kodiert sind (wie 16 A oder 20 A), aus Sicherheitsgründen die Ladung verweigern, um das Kabel zu schützen. Bei modernen 11 kW- oder 22 kW-Ladesäulen wäre das aber selten ein Problem.

    Was meint Ihr, könnte das sich hier so verhalten bei der gemachten Erfahrung vom Forumsmitglied k_b. und es ist ein eher seltener Fall, dass dennoch das Umsteigen auf ein gutes 11kW Typ 2 Ladekabel rechtfertigt?


    Ich habe mir ein 7 Meter langes oranges Kabel von der Fa. LappMobility bestellt, 11 kW, 3-phasig, 20 A.
    Und hoffe immer noch, dass es meist klappen würde an öffentlichen Ladesäulen. Natürlich könnte ich falsch liegen und es gibt noch viele ältere Ladesäulen.


    VG aus Sverige,
    Klaus

  • Im Grunde ist es ein kleines Restrisiko mit dem man dann fährt. Ich war letztes Jahr in Frankreich in einem winzigen Ort. Dort gab es eine einzige Säule, das hatte ich vorher genau ausgecheckt. Dann funktionierte auch der ausklamüserte Ladeanbieter nicht (Charge Pass von Renault). Zum Glück klappte es mit einer meiner 20 Ladekarten, immerhin..

    Wenn dort nun auch noch das Kabel gestreikt hätte, nicht auszudenken.

    Wenn man also zeitweise auf ältere Ladeinfrastruktur angewiesen ist, wäre es womöglich besser, das originale Kabel zu behalten.