Beiträge von derausserirdische

    Kann mich der Meinung vom @ausserirdischen nur anschließen. V2G passt überhaupt nicht in mein Beuteschema. V2H schon. Sehe das eher als Speichererweiterung für eine vorhandene PV-Anlage.

    Genau so ist es im Grunde technisch ja auch. Das Blöde ist, daß die Rechenmodelle (z.B. auf der Seite der HTW Berlin, die auch die Speicherinspektion jedes Frühjahr rausbringt) zeigen, daß ab einer gewissen Speicherkapazität eine weitere Erhöhung der Systemkapazität in der PV-Anlage nur noch ienige Prozent erbringen. Aber es kommt halt auf den Use Case an, ob sich das lohnt oder nicht.

    Zwar habe ich noch keinen R4 eTech und werde das Problem auch nie haben, da ich den Plein Sud ins Auge gefasst habe. Aber was haltet ihr davon mit 2-3 Tropfen Sekundenkleber die Abdeckung unauffällig zu sichern als das natürlich vorhandene Recht der ordentlichen Befestigung des Herstellers in langer vielleicht sogar nerviger Diskussion beim Händler durchzusetzen.

    Klausi
    So ganz verstehe ich deine Strategie auch beim zweiten Lesen nicht. Und warum der BEV Kauf von V2G abhängig sein soll ist mir ein komplettes Rätsel. Und um deiner letzten Frage wegen Erfahrungen zu V2G gibt würde ich großzügig antworten NEIN zumindest für Deutschland. In Frankreich könnte es anders aussehen. Aber die haben dann sehr wahrscheinlich andere Modelle.

    Ein "Modell" zu wählen würde ich nicht in Erwägung ziehen zumindest nicht in Verbindung mit einer proprietären Lösung zu V2G bzw. V2H. Damit bist Du auf die Schnittstellen des jetzt gewählten Herstellers fest genagelt. Wie wir es hier sehen, dann bist Du bereit gemolken zu werden. Und beim übernächsten Kauf fängst von vorne an. Für mich keine gute Idee sich jetzt bereits in Abhängigkeiten zu begeben.

    Aus meiner Sicht muss es anders laufen, da auch schon viele ein BEV, PV und Hausakku haben und oft unklar ist von welchem Hersteller der nächste Wagen sein soll. Es ist ja noch nicht mal klar wie die Energie aus dem Auto Akku ins Haus kommt und ob mit AC oder DC ... wo genau sitzt der Wandler ... wie ist das mit dem Haus / PV gekoppelt ... alles offen derzeit. Was für Einrichtungen werden noch im Stromkasten benötigt, usw. Alles Fragen, die derzeit nur proprietär hierzulande beantwortet werden und das von nur wenigen Herstellern aktuell. Und wenn das quasi wieder ein kommendes Abo-Abzocker Modell wird wie der Lademarkt, dann muss man sich das erst recht noch durch den Kopf gehen lassen.

    Nein, es muss anders laufen., damit das für Privatnutzer überhaupt interessant wird Es muss einen offenen V2H / V2G Standard geben, den man zu Haus installiert. Und zwar völlig unabhängig davon welches BEV und welche PV man hat oder wählt. Dann muss es seitens der EVU´s Verträge für V2G geben (für V2H braucht man keinen Vertrag), die transparent sind und die eine Einspeisevergütung bringen, die so hoch ist, daß die zusätzliche Degradation des Auto Akku abgedeckt ist und einen Gewinn für den Akku Investor erbringen. Selbst nur Geld drehen würde ich nicht machen. Ich habe einen Aufwand damit, investiere und will dafür entlohnt werden.

    Und nur ich als BEV Nutzer darf und kann bestimmen wann ich einspeise via V2G oder meinen BEV Akku zur Netznutzung zur Verfügung stelle. Kommt das nicht so brauche ich überhaupt nicht mehr über V2G nachdenken.

    Wie ich oben schon beschrieb ist V2H dagegen ein komplett anderer Ansatzpunkt. Hier bestimme ich wann ich welche Energie ins Haus verschiebe vom BEV. Und das wird natürlich so gemacht, daß die Autarkie erhöht wird, denn das bringt mir den höchsten Gewinn sprich Netzenergie Ersparnis. Und da V2H auch nur eine verhältnismäßig geringe Nutzzeit haben würde, wird es den BEV Akku auch nur mehr oder weniger belasten. Aber diese Nutzung würde mir zu 100% zu Gute kommen.

    Selbst V2H muss noch genau unter die Lupe genommen werden wie groß der Nutzen überhaupt sein kann im speziellen Use Case. Aber es könnte Use Cases geben, die V2H klar sinnvoll machen. Aber den Energieanbietern noch mehr mit V2G die Taschen füllen, die es hervorragend geschafft haben den öffentlichen Lademarkt möglichst undurchsichtig zu gestalten und um Energie meist doppelt so teuer verkaufen zu können beim externen Laden als zu Haus, da würde ich ohne genaue Kostenrechnung nicht mitmachen wollen.

    Geschweige denn das sensibelste Teil im BEV - den Akku - einer freien Nutzung zur Verfügung zu stellen am besten aus Sicht der EVU´s noch ohne eigene Kontrolle ... aber investieren soll ich als Privatmann. Sorry, aber da stimmt noch ganz gewaltig etwas nicht.

    Es ist / wird eine Gradwanderung mit V2G und auch mit V2H. Und man wird genauestens über das Energiemanagement nachdenken müssen damit auch V2H ein Gewinn wird. Um mal einen sehr wahrscheinlichen Use Case zu nennen für V2H ... es wird für jene PV Nutzer etwas bringen, die bis heute keinen häuslichen Akku haben.

    Für jene, die sich mit (Energie) Autarkie noch nicht auseinander gesetzt haben ein kleine, sehr grobe Rechnung, die natürlich stark den persönlichen Gegebenheiten unterworfen ist. Die aber in typischen EFH Haushalten mehr oder weniger zutrifft.

    Mit einer PV-Anlage von 8 - 15kWp auf dem Dach hat man ohne Akku im Normalfall eine Autarkie von um die 40% (ohne Ausnahmen hier aufzuführen)
    Mit einem Akku von ca. 10-20kWh hat man in der obigen Beispielanlage eine Autarkie von um die 80%.
    Mit V2H könnte man vielleicht auf 90%+ kommen.

    Letzterer Punkt ist eine grobe Annahme, die beiden ersten Punkte beobachte ich bei einigen Anlagen von Bekannten einschließlich meiner Anlage. So kann man erst mal unter groben empirischen Daten nachrechnen welchen Invest man machen könnte um einen V2H Standard im Haus zu implementieren, damit in sinnvoller Zeit ein Breakeven entsteht. Vielleicht wird jetzt klarer warum ich oben auf den Hausverbrauch als eine der relevanten Größen verwiesen habe. Denn der Breakeven wird sehr stark vom persönlichen Verbrauch abhängig sein. Geschweige denn von den ganzen Annahmen, die ich gemacht habe.

    Andere Motive sowas zu installieren wären dann noch Liebhaberei oder weil man die ach so armen Energieanbieter, die in Deutschland mit die höchsten Energiepreise installiert haben, unterstützen will.

    Meine 2 Cents ...

    k_b
    Meine Güte das ist alles wirklich Pech muss ich sagen. Und wie mein Vorredner sagte ist ja Licht am Horizont, da man nun die Ursache erkannt hat.

    Zwar kann ich Dir deinen Ärger nicht nehmen, aber ich hatte so ein ähnliches Problem einmal bei einem BMW 5er. Gibt es also auch bei anderen Herstellern. Fast das ganze Dashboard leuchtete inklusive der meisten Warnlampen. Die gute Nachricht ist, daß in solchen Fällen meistens nur ein einziger Fehler viele Folgefehler / -meldungen nach sich zieht. Damals war ein ABS Sensorkabel falsch verlegt worden nach Wechsel des Sensors, es war nicht mal der Sensor selbst.

    Also ruhig Blut das wird schon ... ich drück´ Dir die Daumen.

    Richtig, es besteht ein technischer Zusammenhang. Aber es muss klar sein, daß V2H und V2G zwei völlig verschiedene paar Schuhe sind, um das einmal heraus zu stellen. Wer eine PV-Anlage betreibt denkt vielleicht über Autarkie nach. Da mehr oder weniger alles aber mindestens vieles auf eine elektrische Energiebasis gestellt wird heutzutage, ist die Autarkie eine sehr interessante Messgröße für den Ertrag / Nutzen der PV. Diese wird immer interessanter je höher der eigene Verbrauch ist. Und der steigt rasant ... Wärmepumpe, Klimaanlage, BEV, WRG, etc. ... um nur einige Beispiele zu nennen.

    Und genau die Autarkie könnte man mit V2H erhöhen und das kann gute Kohle einsparen ohne den Autoakku zu sehr zu belasten (mal abgesehen von Konstrukten wie Notstrom, etc.). Sollte es so sein, daß hauptsächlich die EVU´s mit V2G Geld verdienen tendiert mein Wille V2G haben zu wollen gen NULL. Denn es hätte ja für den privaten Nutzer nur Nachteile wie ich oben bereits angedeutet habe.

    Zwar wäre es aus Sicht der Netzstabilisierung, der besseren Nutzung von PV, etc. sinnhaft, aber wenn ich als BEV Nutzer dadurch nur Nachteile habe, dann braucht man darüber nicht weiter nachdenken. Bei V2G muss der "Investor des Akkus" einen echten Vorteil haben ehe man seinen Akku von jemanden anders nutzen lässt und nicht mal weiß wie und wann der genutzt wird ... und vor allem wie oft.

    Also bis das nicht geklärt ist, kann man das Thema V2G für mich zumindest erden.

    Nur mal zur Klarstellung. Willst Du bulli59 hier nur V2G oder das in naher Zukunft (hoffentlich) viel interessantere V2H diskutieren. Sofern es eine offene Schnittstelle für V2H geben sollte / wird.

    Ob V2G für eine Privatperson überhaupt spannend wird, hängt natürlich davon ab was man damit verdienen kann. Wenn das, wie oben schon angeklungen, hauptsächlich zugunsten des Stromanbieters gerechnet wird, dann ist V2G so uninteressant wie der Sack Reis in China, der grad umfällt zumindest für Einzelpersonen.


    Nur mal ein paar Gedanken zu V2G:

    - die eingespeiste kWh muss natürlich sehr deutlich höher sein als was man aktuell für Netzeinspeisung aus der PV-Anlage bekommt
    - es muss bedacht werden, daß die Zyklenzahl des Akkus damit ohne Fahrten herauf gesetzt wird

    - es muss bedacht werden wer bestimmt / erlaubt eine Rückspeisung ins Netz überhaupt
    - es muss bedacht werden, daß einem keiner den Akku leer macht, wenn man grad losfahren will
    Mir persönlich ist noch nicht klar, ob ich V2G für mich überhaupt gut finde. Da braucht es noch mehr Information und Details.


    Bei V2H sieht das deutlich anders aus, da gäbe es einige interessante Motive das zu installieren und zu nutzen. Deshalb nochmal die Frage ob Du ausschliesslich V2G diskutieren willst hier oder auch V2H? Die Überschrift ist ja eigentlich eindeutig .. NUR V2G ... ?!

    Das die Frontsensoren bei Schneefall oder auch bei starkem Regen nicht mehr funktionieren ist bei anderen Herstellern genauso. Es ist eben nicht alles detektierbar und der Mensch als Bediener wird noch gebraucht. Deshalb halt eich es auch für utopisch, daß Fahrer lose Fahrzeuge auf unseren Strassen fahren dürften in naher Zukunft.

    Bedenke eine komplett offene Lösung, die sowohl an einer Schuko Steckdose als auch einem CEE Anschluß mit 11kW funktioniert. Diesen CEE Anschluss kannst Du Dir ja setzen lassen bevor Du eine Wallbox anschaffst. Mit einem solchen mobilen "Ladekabel" kannst Du sowohl zu Haus mit 2,3kW laden an einer Haushaltssteckdose wie auch mit 11kW am CEE Anschluß. Egal ob zu Haus oder auswärts geladen werden soll. Die Kabel musst Du sowieso legen lassen egal was später kommt.

    Hier nur ein Beispiel (keine Empfehlung) wie sowas aussieht, aber es gibt zig solcher Angebote und mehr als 200€ braucht man dafür nicht ausgeben:

    https://www.amazon.de/BETUMODA-Ladekabel-Einstellbarer-Ladeleistung...

    Wenn die WB später da ist, kannst Du dieses Kabel als Notladekabel im Fahrzeug belassen.

    Wenn Du auf fixe, offene Standards bei V2H / V2G wartest bis Du eine WB kaufst, wirst noch längere Zeit warten. Zwar habe ich gelesen (im Moment unklar ob das richtig ist), daß in Deutschland V2H / V2G legalisiert ist seit 1.1.2026, aber es gibt eben noch keinen offenen Schnittstellen Standard dafür.

    BMW hat eine proprietäre Lösung und ich meine mich dunkel zu erinnern irgendein Asiate auch, neueste Mercedes Fahrzeuge sollen für V2H / V2G vorbereitet sein. Hier im Forum hat jemand aus Frankreich berichtet meine ich, daß er V2H dort am laufen hat mit dem R4. Hier ist die Frage, ob die deutschen Modelle das überhaupt schon unterstützen oder später upgegraded werden können zumindest auf V2H. Alles Fragen, die es aktuell fraglich erscheinen lassen eine WB Entscheidung von diesem Argument abhängig zu machen.

    Proprietäre Lösungen für V2H / V2G werde ich zumindest nicht installieren, da man in diesem Fall u.U. auf den Hersteller festgenagelt ist. Es ist noch nicht mal 100%ig klar ob DC oder AC zurück ins Haus geliefert werden soll und schon gar nicht was es ausser einer entsprechenden Wallbox noch braucht im Stromanschlusskasten bzw. und um die WB / Fahrzeug mit der PV-Anlgae zu verheiraten. Das wird noch ein paar Jahre dauern befürchte ich ... leider.

    Fronius bzw. Go-e behaupten, daß ihre neue WB für V2H / V2G vorbereitet ist. Obwohl ich eine Fronius Anlage betreibe wäre ich mit der Aussage tatsächlich vorsichtig. Auch diese Hersteller wissen ja noch gar nicht was es braucht um einen etwaigen neuen Interface Standard für V2H / V2G realisieren zu können. Geschweige denn ob es neue Hardware in der WB braucht. Und sie können nur auf einen offenen Standard setzen, da diese Firmen keine Autohersteller sind und alle Kunden bedienen wollen gleich welche Fahrzeuge in der Garage stehen.

    Deshalb schlage ich vor eventuell über eine aktuelle gute WB (vielleicht sogar gebraucht) doch nachzudenken. Das Kabel wirst sowieso legen müssen. Der Umbau dort wo die WB steht wird später vermutlich trivial sein. Alles andere ist wie gesagt noch offen.

    Meine 2 Cents.


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