Private Ladelösungen zu Hause - der allgemeine R4 Forum Ladetalk.

  • SilviaR Oh je ne WEG. Ich war auch mal "Mitglied".

    Was für Steckdosen gibt es denn in der TG ? Hier und da mal eine oder für jeden Stellplatz eine über die Wohnung eigens abgesicherte ?

    Wenn du da eine "Allgemeine" nimmst, kommt ganz schnell jemand aus der WEG mit der Frage "...und wer zahlt den Strom ?" D.h., ein geeichter Zwischenzähler müsste her, wenn das von der Leitungskapazität her überhaupt reicht.

    Sollte es deine "eigene" Stecldose sein, die aus deiner HV/UV kommt, gezählte und ggf. mit 16A abgesichert ist, könnte ich mir in einem 29-Parteiein vorstellen, das Leitungswege sehr lang sind und damit Verluste nennenswert hoch.

    Was bei dir Sinn machen könnte: Auf ein oder zwei allgemeinen Plätzen abrechenbare Ladestationen zu bauen, die alle nutzen dürfen. Ggf. draussen ?!

    Danke Moppel für deine ausführliche Antwort. Wir haben abschließbare Einzelgaragen mit "eigenen" Steckdosen. Ich lasse das mit der Absicherung und den Verlusten prüfen.

    R4 E-Tech elektrisch Techno 150 Comfort Range, Extended Grip, Advanced Driving Assist, Winter Komfort, Farbe: Hauts-de-France Grün; mein erstes E-Auto; bestellt im April 2026

  • …und den Verlusten prüfen.

    Die Ladeverluste kannst Du nicht prüfen - die sind immer da, weil das Auto während der Ladung immer auch Strom verbraucht.

    Wenn Du also mit wenig Leitung lädst, geht vergleichsweise „viel“ anteilig fürs Auto drauf - je höher die Ladeleistung, desto schneller geht es und prozentual hast Du weniger Ladeverluste. Wie hoch die Ladeverluste tatsächlich sind? Ist evtl. ein Rechenspiel, wenn andererseits viel investiert werden müsste..

    Wurde schon mal erwähnt: Im Moment gibt es eine Förderung für Mehrfamillienhäuser!


    Prüfen solltest Du die Steckdose immer lassen, weil da oft gespart wurde/wird mit Leitungsquerschnitt bzw. mehrere Verbraucher an der gleichen Leitung/Sicherung hängen.

    Mein Elektriker hat mir gesagt, dass idealerweise nix anderes zwischen Steckdose und Sicherung hängen sollte - eine durchgehende Leitung halt und ausreichend dimensioniert. Dann hat er mir direkt vom Verteiler eine neue Leitung gezogen und die Spezial-Schuko-Dose passend zum Renault-Ladeziegel der Zoe Ph 1 installiert. Inzwischen nutze ich aber die rote 16A-CEE-Dose (3 Phasen) mit einer go-e-Wallbox, damit ich den PV-Überschuss besser nutzen kann (da sind mir Ladeverluste sowas von egal) bzw. wenn halt ohne Sonne gezielt mit den vollen 11kW…


    An einer „normalen“ Schuko darf wohl regelkonform keine Dauerlast von 16A (und das wäre ein Ladeziegel) hängen - es gibt zwar wohl Ladeziegel mit Temperaturüberwachung im Stecker, aber ob das unseren Normen hierzulande entspricht? Und was, wenn doch was passiert?

    Ich kann mich als Jugendlicher erinnern, dass wir bei einer Party mal mehrere so Grillöfen (wer kennt die Moulinex-Dinger für Grillhähnchen & Co. noch?) an einer Steckdose laufen hatten und die dann schmorte…


    Wie vorher geschrieben: Entweder passende Spezial-Schuko zum Ladeziegel vom Elektriker installieren lassen (die gibt dann 16A frei) oder gleich ne blaue 16A-CEE, wenn die Leitung das hergibt.


    Ansonsten bleibt mE wohl nur Drosselung auf 10A.



    Uli

    aus dem schönen Niederbayern


    🇩🇪 R4 E-Tech Techno mit AHK komplett in wunderschönem Karmesin-Rot ("mit Allem" ausser Harman-Kardon und elektrischer Heckklappe) - EZ 11/25

    Zoe I (R240 EZ 2016) von 2019 bis R4 & Zoe II (Z.E. 50) von 2024 bis 2025

    Damals™: Diverse Renaults/Dacias als es nur Verbrenner gab: vom Rapid (R5 Kastenwagen mit Campingausbau - da war ich noch jung!) über Megane Scénic mit Unterbrechungen zu Lodgy, Sandero und zuletzt Logan

  • Vielen Dank schonmal an alle, die sich die Mühe gemacht haben, zu antworten. Klingt alles spannend und auch komplex. Ich bleibe dran und werde berichten, was ich dann letztendlich unternommen habe. Schönen Sonntag an alle :)

    R4 E-Tech elektrisch Techno 150 Comfort Range, Extended Grip, Advanced Driving Assist, Winter Komfort, Farbe: Hauts-de-France Grün; mein erstes E-Auto; bestellt im April 2026

  • Ich sprach von Leitungsverlusten --- nicht Ladeverluste.

    SilviaR sprach von einem Objekt aus den 60ern. Mit "Garage-Keller" (hieß das früher). Kenne solche Gebäude gut.

    Sehr sehr wahrscheinlich ist in gleichem Geschoss auch die E-Technik-Zentrale mit alle Wohnungsverteilern (HV-Schrank mit Zähler, SH, Absicherung + RCA für die Garage).

    Das einfachste und beste wäre, von dort (max. 20-30m ?) eine neue Leitung 5x6qmm ziehen und eine fest montierte WB zu installieren. Ohne CEE-Stecker dazwischen.

  • Bei mir teilen sich mehrere Mehrfamilienhäuser eine Tiefgarage. In der TG sind rund 60 Stellplätze. Das Ansinnen ein zusätzliches Kabel vom Sicherungskasten zu einem Stellplatz legen zu lassen wurde abgelehnt mit der Begründung, früher oder später wird das jeder wollen und das Stromkabel, das von außen in die Häuser/TG hineinführt, ist nicht dick genug um genügend Strom durchzulassen, dass an allen Plätzen gleichzeitig ein E-Auto geladen werden kann.


    Die Eigentümergemeinschaft hat jetzt beschlossen in der Garage eine passende Infrastruktur und ein Lademanagement System installieren zu lassen, dass das ausregelt. Zu jedem Stellplatz führt nun ein entsprechendes Kabel und wer wollte konnte sich gleich eine Wallbox installieren zu lassen. Nachteil: Das Lademanagement kostet jeden Monat eine Gebühr. Den Preis für den Strom legt auch dieses Unternehmen fest (bewegt sich aber noch im akzeptablem Rahmen).


    Bin froh, dass damit (zwar keine ganz billige, aber) eine für alle faire und sichere Lösung gefunden sein sollte.

  • Ja, so hätte ich mir das auch gewünscht. Dann hätte man nämlich auch von der Förderung profitieren können.


    Meine WEG hat aber keinerlei Interesse gezeigt. Aber man hat per Abstimmung "erlaubt", dass ich mir eine Box setzen lassen kann. Wenn irgendwann mal ein Komplettsystem installiert wird müsse ich dann für die Umrüstung eben nochmals bezahlen. Die Hausverwalterin sagte auch, dass eventuell 2 oder 3 Boxen parallel betrieben werden können wenn kein übergeordnetes Energiemanagement System das regelt. Mir letztlich egal, weil ich werde jetzt erst mal der einzige sein, der in der Tiefgarage lädt .


    Rechtliche glaube ich hätte die WEG das auch nicht verbieten können. Ich meine letztens gelesen zu haben, dass es da mittlerweile schon entsprechende Urteile gibt.

  • Unterwegs

    Finde ich ja schon mal extrem löblich, das es bei dir eine positive Einigung geben hat ! :D

    Dass dort nicht jeder vom eigenem Heim / Zähler was buddeln & installiseren lassen kann, scheint klar.

    War zu erwarten wäre dass die TG einen eigenen Anschluss hat / bekommt, der für 60 WB's ausreicht.

    ~60 x 11 = > 0,5 MegaWatt/Stunde gleichzeitig ist schon heftig. Das geht nicht überall ....

    Da macht Lademanagement mit "Power-Sharing" schon Sinn,

    Was kostet der Spaß denn ?

    Herstellung, monatliche Gebühren + Strom ?

  • Ist doch gut, dass Du eine Box setzen lassen kannst. Ist zwar ohne Förderung, doch hast Du keine monatlichen Kosten und kannst Deinen eigenen Strom verbrauchen.


    Bei uns gab es auch harte Diskussionen. Manche sahen nicht ein so viel Geld auszugeben für etwas das man vielleicht irgendwann mal in der Zukunft braucht, aber jetzt noch nicht. Manche hätten am liebsten verbieten lassen, dass überhaupt E-Autos in der TG stehen dürfen, sie sahen sich dem Tode nah, da sie fest davon überzeugt waren, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis ein E-Auto anfängt zu brennen, ...

    R4 E-Tech Plein Sud in Karmesin Rot bestellt

  • ~60 x 11 = > 0,5 MegaWatt/Stunde gleichzeitig ist schon heftig. Das geht nicht überall ....

    Deshalb gibt es in der Auslegung von elektrischen Netzen den Gleichzeitigkeitsfaktor. Wenn man immer mit dem Worstcase, dass alle möglichen Verbraucher gleichzeitig laufen, rechnen würde hätten wir ein hoffnungslos überdimensioniertes Stromnetz. Kannst dich ja mal mit deiner ganzen Straße verabreden dass alle genau um 18:00h ihren Herd voll aufdrehen, kann die Leitung zur Straße im Zweifel dann auch nicht leisten. Oben drauf brauchen solche Anlagen dann eben das Lastmangement, damit die verfügbare Leistung sinvoll verteilt wird und im Zweifel nicht jeder mit 11kW durchzieh wenn zu viele dran hängen. Es wird halt nicht jeder jeden Abend seinen Akku voll pumpen, das verteilt sich.