• Angeregt durch die Beiträge hier im Forum habe ich bei der Abholung des R4`s im Autohaus nach der Startmöglichkeit bei schwacher Starterbatterie gefragt.

    Es wurde eine 2te Batterie, parallel zur Starterbatterie als einzige Möglichkeit genannt.


    In meiner "VW - T5" Zeit habe dieses hier genutzt.


    [Blockierte Grafik: https://cdn.heimwerker.de/v2/sites/3/starthilfegeraet-mit-kompressor.jpg?d=150x150&q=70&fill=true]


    Ist noch vorhanden und kann auch bei niedrigen Temperaturen eingesetzt werden.

    Es hat einen Bleigel-Akku. LiPo-Akkus verlieren bei niedrigen Temperaturen ganz schnell Ihre Kapazität.


    LG aus dem "wahren Norden"

  • ...und hat gegenüber den derzeit überall präsenten JumpStartern noch einen Vorteil:


    Wie ich im Beitrag #17 schrieb, sind viele dieser Geräte so gebaut, dass sie beim Anklemmen erstmal ohne Spannung sind und sich erst zuschalten, wenn sie einen deutlichen Spannungseinbruch durch das Betätigen des Anlassers detektieren. Da es diesen ausgeprägten Spannungseinbruch beim E-Auto so nicht gibt, ist gar nicht so sicher, ob ein JumpStarter überhaupt aktiviert wird.


    Die parallelgeschaltete 2te Batterie ist ja auch Methode der Wahl beim ADAC (siehe Beitrag #20)

    Viele Grüße aus Nordhessen... ☆ ZOE Intens R135 Z.E.50 (07/20)

    Bernhard

  • Bisher hatte ich noch keinen Booster, Jumpstarter wie auch immer man es nennt in der Hand der nicht in der Lage war ein E-Auto zu starten.

    Wenn nur das Auto vom Nachbarn zur Verfügung steht, was spricht aus elektrischer Sicht dagegen dessen Batterie im eingebauten Zustand zu verwenden? Oder würdet ihr echt das Werkzeug raus holen, die Batterie ausbauen, euer Auto damit starten und dann wieder einbauen. :/

  • Bisher hatte ich noch keinen Booster, Jumpstarter wie auch immer man es nennt in der Hand der nicht in der Lage war ein E-Auto zu starten.

    Gut zu wissen - ich war bisher glücklicherweise noch nicht in der Lage, das ausprobieren zu müssen...

    Oder würdet ihr echt das Werkzeug raus holen, die Batterie ausbauen, euer Auto damit starten und dann wieder einbauen.

    Nö - ich jedenfalls nicht: Ich habe einen JumpStarter mit Supercaps, den kann ich am Spenderfahrzeug laden und dann zum Empfänger tragen. Dank integrierter Wandler-Elektronik kann der sich im Notfall sogar an einer halbtoten (ca. 6 V) Batterie (oder an einem USB-Anschluss) noch aufladen, man braucht dann nur etwas mehr Geduld. Hat mir beim alten Scenic gute Dienste geleistet...

    Viele Grüße aus Nordhessen... ☆ ZOE Intens R135 Z.E.50 (07/20)

    Bernhard

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  • Meine Feststellungen, nachdem mein R4 10 Wochen abgeschlossen herumgestanden ist:

    Ich habe den R4 aufgeschlossen und sofort die Motorhaube geöffnet, um die Spannung der 12V-Batterie zu messen. Diese betrug 15.2V.

    Das heisst, dass ich gar nicht dazu kam, die Ruhespannung nach dem Stehen zu messen, bevor das Bordladegerät aktiv wurde. Es zeigt auch klar, dass die 12V-Batterie auch dann geladen wird, wenn die Zündung nicht eingeschaltet ist. (Für Nichtfachleute: Eine Spannung von über ca. 13V kann die Batterie nicht von sich aus haben. Die 15.2V können also nur durch einen aktiven Ladevorgang der (12V-)Batterie stammen).

    Danach habe ich die Zündung eingeschaltet und bin etwas heruntergefahren. Alles ohne Probleme.

    🇨🇭 R4 E-Tech Iconic 110 kW/150 PS Comfort Range (52 kWh) Vert Hauts de France

  • Ein wenig "technischen" Senf für die Wurst von mir.


    Vorweg: (nicht nur) Im R4 e-tech ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit KEINE herkömmliche Bleibatterie mehr verbaut !

    Sicherlich eher handelsüblicher Blei-Ersatz mit LFP-Zellen (4S?P) mit ca. 30-40 Ah verbaut, welche etwas gleiche Spannungslevel wie Blei-Akkus haben.

    Die von LR109V8 gemessene Ladespannung an den Polen mit 15,1V lässt auf LFP schließen.

    (Zellspannungen ges. + Spannungsabfall über Batt-Internem BMS passt bei Ladevorgang)


    Es wäre grundsätzlich mal interessant, was Renault das (mit wie Ah) da verbaut.

    Schon mal jemand nachgesehen, ob was auf dem Typschild zu lesen ist ?


    Der Hauptunterschied zwischen den Zellen liegt hier im Ladeverfahren.

    Z.B. mit den bekannten c-TEK lassen sich vortrefflich & sicher Blei- und AGM Akku's laden --- Sicherlich könnte man damit als Notbehelf auch LFP laden (Einstellung "Winter/AGM" !) - voll wird der Akku damit wahrscheinlich nicht nicht.


    Angst hätte ich ehrlich gesagt keine - max. Spannungen am Akku werden nicht überschritten, auch den DC-DC-Lader sollte das nicht kümmern. (Wäre schlimm, wenn)

    Frage aber warum überhaupt 12V explizit nachladen ?

    Wenn denn wie hier benannt aus dem Antriebs-Akku auch regelmäßig im Betrieb wie auch bei "Stillstand" nachgeladen wird ?

    Mit vorgeschriebenen 4 Jahren Tauschintervall sollte dort nichts "anbrennen".

    ... und wer den "dicken" nicht zeitig lädt ...


    Fremdstarten ?

    Ich würde es nicht versuchen. Eine Bleibatterie ist bei kurzzeitig hoher Last (Kaltstart-Strom einer 70 Ah ca. >=600 A) eher unkritisch.

    Die eher kleinen Akkus im R4 sind nicht für hohe (Kurzzeit-) lasten ausgelegt.

    Mag sein, das es bei anderen Kleinwagen funktioniert - im Best-Case schaltet das BMS im Akku (und auch der DC-DC-Wandler) wegen Überlast einfach ab.


    Das wäre dann Vergleichbar mit Batterie abklemmen --- ein Reset der Bordelektronik ist die Folge ?! Im normalen Auto ist dann der BC genullt und der Radio Pin weg ....

    Ich meine gelesen zu haben, das Renault vorschreibt, so etwas zu unterlassen.

    Jemand schrieb weiter vorne: An einen durchgekühltem 6-Zyl. Diesel brauchst erst gar nicht probieren.

    Hart wie Brot & Zäh wie Gelee

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  • Es wäre grundsätzlich mal interessant, was Renault das (mit wie Ah) da verbaut.

    Schon mal jemand nachgesehen, ob was auf dem Typschild zu lesen ist ?

    So wie es aussieht, ein ganz gewöhnlicher Bleianker: 12V, 50 Ah 420A(EN) - Eine kurze Recherche nach einem Bild des Motorraums des R4 e-tech fördert nämlich dies hier zu Tage - es gibt mehrere Fundstellen, aber immer ist der gleiche Batterie-Typ zu sehen (vergrößerter Bildausschnitt):


    R4 Batterie.jpg


    Eine Blei-Batterie mit den gleichen Daten steckt auch in meiner Zoe.

    Im R4 e-tech ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit KEINE herkömmliche Bleibatterie mehr verbaut !

    Sofern also nicht in der Serie noch eine Änderung diesbezüglich stattgefunden hat, ist Deine obige Vermutung unzutreffend, würde ich sagen... ;)


    Bezüglich des Abklemmens kann ich mit einer Erfahrung dienen, die ich bei meiner Zoe gemacht habe. Dort war der Anlass ein nicht mehr funktionierender Touchscreen, dessentwegen ich nach erfolglosen Soft-Resets zum Äußersten gegriffen habe - wen es interessiert: https://www.zoe-forum.de/forum…r/?postID=31721#post31721

    Viele Grüße aus Nordhessen... ☆ ZOE Intens R135 Z.E.50 (07/20)

    Bernhard

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